Bäderfahrten
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Aktualisierungen zur 1. und 2. Auflage
letzte Aktualisierungen: November 2011
S. 10, Übernachtungsadressen
Sehr zu empfehlen ist die neue, handliche Publikation »Die schönsten Hotels der Schweiz« des Schweizer Heimatschutz, für 10 Fr. im guten Buchhandel oder direkt bei www.heimatschutz.ch
S. 14, Kleines Bäderglossar, Bain garni
»Die öffentliche Badeanstalt [von Bern] liegt unter der Terrasse der Kirche an dem stürzenden Wehr des Flusses. Die Treppe ist neben der Terrassenmauer bedeckt angelegt, welches bei der Mittagshitze sehr wohltätig erscheint. Entsetzlich war es aber, dass wir beim Eintritt ins Bad gefragt wurden, ob wir ein bain garni, das heißt mit einem Frauenzimmer, verlangten; auch zeigten sich viele dergleichen in den Korridoren, in allerlei Schweizertracht ausgeputzt.« (Karl Friedrich Schinkel: Reisen in Italien, der Schweiz und England. Nachdruck. Aarau 1968).
S. 21, Zürich-Baden
Zwischen Dietikon und Wettingen werden keine Limmatschiffe verkehren, da das Bundesamt für Verkehr 2004 die Konzession nicht erteilt hat. Begründung: negative Auswirkungen auf die Umwelt und Gefährdung des Grundwassers.
Seite 22:
Die Geroldswiler Auen haben mehr Platz erhalten, der Limmatweg ist damit noch attrakativer geworden. Siehe www.naturschutz.zh.ch, suchen mit Geroldswiler.
S. 23ff, Blume Baden
Das historische Badehotel wird neu von den Gebrüdern Silvio und Patrik Erne geführt. Telefon neu 056 2000200, Fax 056 2000250. DZF 150-240 Fr. Die günstigen »Ausruhtage« (zwei Übernachtungen) kosten pro Person 360 Fr. im DZ mit WC/Dusche oder Bad beziehungsweise 270 Fr. im einfachen Doppelzimmer mit fliessendem Wasser. Der Eintritt ins Privatthermalbad ist für Hotelgäste gratis, Passanten zahlen 14 Fr.
»Für die sorgfältige Pflege der alten Bausubstanz« hat die Blume 2003 den Aargauer Heimatschutzpreis erhalten. Die Umgebung des historischen Hotels ist noch etwas öder geworden: der Verenahof ist geschlossen, das Café am Platz hat aufgegeben, das Bäderarchiv lockt nicht mehr zum Besuch.
S. 26, Botta baut in Baden
In die verfahrene Lage am Kurplatz Baden kommt Bewegung. Im Sommer 2009 ist Mario Botta als Sieger aus einem Architektenwettbewerb hervorgegangen. Noch steht dem Projekt ein Hürdenlauf bevor. Der geplante Abbruch von »Bären« und »Ochsen« stösst auf den Widerstand der kantonalen Denkmalpflege, und offen ist auch noch die Finanzierung (beteiligt sich auch die Stadt Baden?).
S. 38, Heilige Verena
Die gegebene Lektüre in Zurzach ist seit 2008 Wolfgang Hafners »Wie Verena zur Heiligen wird – Wegspuren einer Thebäerin entlang der Aare« (Rex Verlag Luzern). Fazit: Über die Heilige ist herzlich wenig bekannt. Umso mehr erstaunt die beachtliche Wirkungsgeschichte, die Hafner nachzeichnet.
S. 40/41, Eigenwilliges Standort-Marketing: Agrosprit aus dem Badeort Zurzach?
»Bad Zurzach« nennt sich seit dem 1. Dezember 2006 das frühere Zurzach. Noch mehr als früher denkt man an Wohlbefinden und Gesundheit. Ausgerechnet die Gemeinde Bad Zurzach hat der Green Bio Fuel Switzerland AG im Januar 2010 den Bau einer Agrosprit-Anlage (»Bio-Diesel«) bewilligt. Aus der ölhaltigen Pflanze Jatropha aus Mosambik soll im Aargauer Badeort künftig Agrodiesel entstehen. Dagegen wehrt sich eine breite Koalition von entwicklungspolitischen Organisationen unter dem Slogan »Mit Vollgas in den Hunger. www.regenwald.org hat eine Protestaktion initiiert, die bereits zu über 10'000 Mails an die Gemeinde Bad Zurzach und den zuständigen Aargauer Regierungsrat geführt haben.
S. 47, Bad Ramsach
Der angegebene Preis für ein Doppelzimmer mit Frühstück gilt für zwei Personen und nicht, wie irrtümlich angegeben, pro Person. (Feedback von Wandernden)
S. 56f, Bad Bubendorf
Das Hotel wurde um- und ausgebaut, siehe www.badbubendorf.ch
S. 61 und 74:
Schweizerhalle gehört zur Gemeinde Pratteln.
Thema Glenck im Glück: Der Verein für wirtschaftshistorische Studien hat Carl Christian Friedrich Glenck 2009 eine 96-seitige Monografie gewidmet, die hier bestellt werden kann.
S. 70f, Rheinfelden
Hansjörg Schneider setzt in seinem zweitjüngsten Krimi die Vorliebe für Bäder fort (vgl. »Bäderfahrten« S. 416f, Bad Neuwiller). »Der neue Hunkeler beginnt damit, dass Kommissär Hunkeler im Außenbecken des Solbades Eden in Rheinfelden liegt und Rückenbeschwerden kuriert. Er sieht einen seltsamen Taucher vorbei treiben. Es ist die Leiche eines alten, schwulen Kunsthändlers aus Basel.« Fortsetzung siehe »Hunkeler und die goldene Hand« (Amman Verlag, 2008). -
Das Eden hat am Wochenende keine Spezialpreise mehr; DZF von 290 bis 310 Fr. Günstige Wochenendpreise offeriert das Hotel Schützen, DZF 169 bis 199 Fr., www.hotelschuetzen.ch
S. 80, Yverdon: weiteres Stadthotel und Wakker-Preis
***du Théâtre (ehemaliges Patrizierhaus), DZF ab 180 Fr., Tel. 024 4246000, www.hotelyverdon.ch
2009 erhielt Yverdon-les-Bains den Wakker-Preis des Schweizer Heimatschutzes. Dieser hat dazu das Faltblatt «Baukultur entdecken/Yverdon-les-Bains» herausgegeben.
S. 81, Eclépens
2006 entdeckten Archäologen über einem künftigen Abbaugebiet der Holcim ein Helvetier-Heiligtum, das sie als «Fund von europäischer Bedeutung» einstufen. In einer Notgrabung retteten sie, was unter Zeitdruck zu retten war. (NZZ 7.11.2006)
S. 85, Canal d'Entreroches
Zum Canal d'Entreroches ist bei www.heimatschutz.ch gratis das informative Faltblatt »Baukultur entdecken - Canal d'Entreroches« erhältlich.
S. 110-114, Kurorte Heiden & Gais
Das Restaurant Mineralbad in Unterrechstein ist nach einer Pause wieder offen. Das Bad Unterrechstein ist 2003 um ein Aussenbad, eine «Kräuterwassergrotte» und eine «Eiswassergrotte» erweitert worden.
In Gais wurde der Falken renoviert, er ist heute eine gut gehende Pizzeria. Man kann weiterhin günstig übernachten, aber leider nicht mehr im blauen Zimmer. Eine empfehlenswerte Alternative ist der Hirschen an der Strasse Richtung Stoss (siehe www.hirschen-gais.ch und unser Forum). Seit 2003 ist die Krone am Dorfplatz wieder offen (siehe www.krone-gais.ch). Gourmets werden in der Truube (Telefonbuch: Traube, keine Zimmer) hängen bleiben, siehe www.truube.ch und »Uurchuchi« von Martin Weiss (Rotpunktverlag).
Die Grafiksammlung Alt Gais im Haus Blume am Dorfplatz gibt einen guten Einblick in die Geschichte des einst berühmten Molkenkurortes (jeweils am 10., 20. und 30. des Monats von 18-20 Uhr), siehe www.gais.ch > Tourismus > Sehenswürdigkeiten.
In der schönen Gartenbeiz des Hotels Weissbadbrücke in Weissbad kann man für 9 Franken neuerdings ein Fussbad in verschiedenen Duftnoten nehmen (und sich auch mit neuen Socken eindecken).
Das Gemsle in Weissbad wurde im Januar 2004 durch einen Brand zerstört.
S. 133: Stachelbergbad
Lokale Investoren planen in Linthal ein Alpen-Resort mit Bad, Hotel und Restaurant. Das 16-Millionen-Projekt wurde im Herbst 2006 vorgestellt. www.stachelbergbad.ch ist schon mal reserviert.
»Projekt Stachelberg schaltet Gang zurück«, titelte die »Südostschweiz« im Sommer 2009, und auf www.stachelbergbad.ch liest man: »Die Zeit ist noch nicht reif für ein grosses touristisches Resort in Linthal.«
S. 136f, Tierfed
Das Hotel Tödi ist geschlossen, die Umgebung ein riesiger Bauplatz (siehe www.axpo.ch > Ausbauprojekt Linth-Limmern). Die Kraftwerke Linth-Limmern verbauen hier bis 2015 rund eine Milliarde und wollen nebenbei das Hotel Tödi renovieren.
S. 161/166, Rigi: Hotel des Alpes
Das Hotel des Alpes (eine halbe Stunde oberhalb Rigi-Klösterli) ist geschlossen und steht zum Verkauf.
S. 166, Rigi Kaltbad: Bottas Bad ab Frühling 2012
Nach jahrelangem Hin und Her kann Mario Botta auf Rigi Kaltbad loslegen. Ab 2010 wird gebaut, und im Frühjahr 2012 will das Mineralbad & Spa Rigi Kaltbad den Betrieb aufnehmen.
S. 180, Kurhaus Flühli
Das Hotel ging Konkurs und ist seit dem Mai 2011 geschlossen. Im Oktober 2011 hat die Raiffeisenbank Hasle-Flühli-Romoos das Kurhaus als einzige Bieterin für 745'000 Franken ersteigert (bei einem Schätzpreis von 1.4 Mio). Wie es weitergehen soll, weiss die neue Besitzerin noch nicht
S. 203: Roggengratbad
Das Roggengratbad ist neu gebaut, aber in der Zwischenzeit wieder geschlossen.
S. 251, In Zuoz baute auch Hitlers Architekt Roderich Fick
Ueli Fischer, selber Architekt, leuchtet im Heft 4/2010 des »Bündner Monatsblatts« eine spannende Facette der Zuozer Architekturgeschichte aus. Aus der Einleitung: »Anfangs der 1930er Jahre kreuzen sich in Zuoz die Wege zweier bedeutender Architekten. Nicolaus Hartmann jun., verkörpert ein halbes Jahrhundert Bündner Wirtschafts- und Architekturgeschichte. In derselben Zeitspanne rutscht Roderich Fick ins Zentrum der nationalsozialistischen Macht« – und ein unauffälliger Neubau in Zuoz führt die beiden zusammen. Bestellungen: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können. . Siehe auch die Rezension von Hochparterre-Chefredaktor Köbi Gantenbein.
S. 251, Tarasp-Odol
Zum früheren Schloss-Tarasp-Besitzer ist eine Biografie erschienen: Walter A. Büchi: Karl August Lingner. Das grosse Leben des Odolkönigs. Edition Sächsische Zeitung, Dresden 2006, Fr. 29.90.
S. 252: Castell Zuoz
Das Castell in Zuoz wurde von den Architekten Ben van Berkel und Hans-Jörg Ruch im Jahr 2004 umgestaltet.
Wechsel in der Direktion: Im Mai 2010 übernehmen Silvan und Melanie Auf der Maur die Führung des Hotels.
S. 265f, Tschlin
Das Hotel Macun wird neu von Mariann Meury und Thomas Ruf geführt, siehe www.hotelmacun.ch.
In Tschlin wird seit 2005 ein süffiges Bio-Bier gebraut.Man blicke ins Glas oder in www.bieraengiadinaisa.ch.
Für dieses Projekt wurde Tschlin von einer internationalen Jury zur »Gemeinde mit Zukunft« des Jahres 2005 ernannt.
An den Intrigen einer kurzsichtigen Gemeindepolitik gescheitert ist bis auf weiteres das Hotelprojekt »Celin« von Angelo Andina, dem initiativen ehemaligen Gemeindeschreiber von Tschlin.
2011 ist der Schweizerische Kunstführer »Tschlin« von Marc Antoni Nay erschienen. Das 44-seitige Bändchen ist im Buchhandel erhältlich oder bei www.gsk.ch.
S. 272, Fraéle
Das Ristoro Val Fraéle hat die Telefonnummer 0039 0342 902459, die Mailadresse lautet
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. (Die im Buch angegebene
Nummer ist das Taltelefon der Hotelierssippe Martinelli.)
S. 276f., Bagni di Bormio
Nach langjährigem Warten ist es soweit. Das Fünfsternhotel Bagni Nuovi ist seit Dezember 2003 offen. Die Bagni Vecchi kommen neu als Viersternhaus daher (und ohne den unsäglichen Zusatz »Château les Bains«). Für Gäste der Bagni Vecchi wird das Abendessen inzwischen wieder oben, im gemütlichen Speisesaal der Bagni Vecchi, serviert (Feedback von Wandernden)
Von den Bagni Nuovi geht es zu Fuss wie folgt weiter:
- Richtung Bormio: neben der ehemaligen Dependance Vette Alpine hinunter zur Talstrasse und dann leicht versetzt auf der via Similiore wie beschrieben weiter (oder, ausserhalb der Vegetationszeit, auch über die Wiesen direkt zum ockerfarbenen Geviert des alten Soldatenfriedhofs). Nach der Kirche San Gallo wurde entlang der Strasse ein Fussgänger- und Veloweg eingerichtet. Man kann aber auch einen weiteren halben Kilometer ausweichen: den Feldweg unterhalb des San-Gallo-Friedhofs nehmen und an einer Reihe von Ferienhäusern vorbei zur Bar des Golf Clubs (wieder oben bei der Strasse).
- Richtung Valdidentro: neben der ehemaligen Dependance Vette Alpine hinunter zur Talstrasse und dann rechts auf der Via Pliniana bis zur Addabrücke.
In Bormio findet man bei Carla Pradella an der Via de Simoni 30 eine reichhaltige Auswahl an Büchern zur Geschichte und Kultur der Region.
S. 276f., Bormio
Die Bagni Vecchi und Nuovi gehören (nach sanftem Druck der Banken) seit 2008 dem Comasker Immobilienhändler Pompeo Rocchi.
S. 286, Seewis
Das Sadrein ist kein Hotel mehr.
S. 288: S. 288, Schatzalp
Im Hotel Schatzalp kann man das Abendessen während der Wintersaison wieder im schönen alten Speisesaal geniessen, in der kurzen Sommersaison weiterhin nur im nahen Bergrestaurant. Die neuen Schatzalp-Besitzer Pius App und Erich Schmid, zwei einheimische Unternehmer, möchten durch die Basler Architekten Herzog und de Meuron einen 28-stöckigen, 105 Meter hohen Turm mit viel Eigentumswohnungen und ein paar Hotelzimmern bauen lassen - und so eine Renovation des Jugendstilhotels quersubventionieren. Die Davoser Stimmberechtigten gaben mehrheitlich grünes Licht, doch fehlen die Investoren für das 160-Millionen-Projekt nach wie vor. Trotz traumhafter Aussicht.
S. 288, Schatzalp: Nostalgie-Skilift statt Renommier-Turm
Um das Turmprojekt von Herzog & de Meuron ist es anhaltend still. Hingegen läuft der alte Bügellift Schatzalp–Strela nach sieben Jahren Pause seit der Wintersaison 2009/2010 wieder: garantiert gleich langsam wie früher und garantiert mit Naturschnee. Vielleicht lässt sich heute mit Nostalgie und Entschleunigung eher Geld verdienen als mit einem Turmbau zu Davos.
S. 290, Bad Serneus
Litauische Investoren haben das geschlossene Schwefelbad im Sommer 2006 gekauft. Seit Ende 2006 sind Hotel und Bad wieder offen.
S. 292-302, »sensationell guter« Rätikon-Führer
Unsere Etappen 16B und 16C führen durch das Rätikon, zu dem François Meienberg den – so Pit Wuhrer in der WOZ – »sensationell guten« Naturpunktführer »Hinauf ins Rätikon« geschrieben hat. Wuhrer, ein intimer Kenner der Region, schreibt: »So richtig verstanden habe ich das Rätikon, die Talschaften, die Menschen und ihre Geschichten trotz meiner vielen Touren erst bei der Lektüre von François Meienbergs sensationell gutem Buch "Hinauf ins Rätikon". Meienbergs grosse Leistung ist, die Wanderungen so anregend zu beschreiben, dass der eine oder die andere vielleicht doch mal einen Schritt über die Grenze im Kopf hinaus wagt.« WOZ 27.5.2010
S. 292, Sunnigbergbrücke bei Serneus Bad
Die ungemein elegante Brücke von Christian Menn wurde im Dezember 2005 eingeweiht. Ein Artikel von »Hochparterre«-Chefredaktor Köbi Gantenbein in der Baubeilage der »Südostschweiz« schliesst mit folgendem Hinweis zum Unwetter vom Spätsommer 2005: »Die Gesetze der Physik gelten nicht nur für Bau und Form der Brücke, sondern auch für ihren Zweck: je mehr Komfort für Autos, desto mehr Autos. Je mehr Autos, umso wärmer das Klima. Je wärmer dieses, umso mehr Unwetter. Im August ging es dem Denkmal noch glimpflich. Von der sechzehn Meter tiefen Erde, in denen die Pfähle des Denkmals stehen, nahm der Unwetterfluss nur zehn Meter mit.«
S. 300f., Bad Ragaz
Wechsel in der Arche Noah: Der Ochsen ist kein Hotel mehr. Dafür hat sich zu Bambi und Löwen das Rössli gesellt. Das Haus, nahe dem Kurzentrum gelegen, brilliert weder mit einer Gunstlage noch einer Gunstarchitektur. Doch Doris und Ueli Kellenberger haben in jeder Hinsicht (die Wechselausstellung mal beiseite gelassen) das Beste daraus gemacht: aufgefrischte Zimmer zu bezahlbaren Preisen und im Parterre ein komplett neu gestyltes, sehr angenehmes Restaurant (siehe www.roessliragaz.ch). Die Weinauswahl ist hochattraktiv bei ebensolchen Preisen. Präsent ist auch Win-Winzer Daniel Gantenbein aus Fläsch, mit Flaschen und oft leibhaftig auf der Wandbank.
S. 312f, Fravi
Der Badeeintritt ist nun im (höheren) Zimmerpreis inbegriffen. Seit Ende 2008 wird das Fravi von Reto Rey geführt.
S. 318f., Therme Vals: Zumthor contra Truffer
Die Architekturzeitschrift »Hochparterre« entwirrt in ihrem Newsletter das »Dorfdrama im Gebirge«.
S. 318ff., Vals
Die Therme Vals wolle 30 Millionen in eine erweiterte Hotelkapazität investieren, berichtete die »Südostschweiz« im Herbst 2006: »Geplant ist die Integration eines Turms mit 80 Zimmern in die bestehende Bausubstanz.« Der Ausbau würde von Architekt Peter Zumthor realisiert. Würde – siehe oben.
Alles über Vals: Einen kenntnisreichen, sorgfältig bebilderten Überblick über die Entwicklung von Vals im 20. Jahrhundert bietet »Vals. Enges Tal, weite Welt« des gebürtigen Valsers und emeritierten ETH-Professors Peter Rieder (Terra Grischuna, Chur 2009)
S. 322, Hürlimann Zürich
Alles ist wieder wie früher. Auf dem ehemaligen Hürlimann-Areal in Zürich, nun City Süd geheißen, fließt das »Acqui-Wasser« wieder gratis, wenn auch aus einem neuen Brunnen. Und nebenan kann man inzwischen im Thermalbad Zürich in Aqui-Wasser baden.
S. 323, Mineralwasser
Inzwischen werden in der Schweiz pro Kopf jährlich rund 120 Liter Mineralwasser getrunken (siehe www.mineralwasser.ch).Den Spitzenplatz bei den einheimischen Abfüllern beanspruchen heute die Valser Mineralquellen, die nun Coca Cola gehören.
S. 328/9, Faulhorn
Die ehemaligen Faulhorn-Pächter Christine Jucker und Hermann Inäbnit sind nun im »C & M« - wie Café und mehr oder auch Christine und Mändel - an der Dorfstrasse in Grindelwald zu finden.
Auf dem Faulhorn wirtet seit 2003 S. Aenishänsli, auch im Winter. Wer, nicht faul, von der Seilbahn-Bergstation Grindelwald First in gut zwei Stunden zu Fuss aufs Faulhorn steigt, kann nachher schier endlos zu Tal schlitteln.
S. 331, Variante Faulhorn-Rosenlaui
Wer lieber einsamer wandert, kann vom Faulhorn via Hagelseewli und Häxeseeli (so genau nimmt es Swisstopo mit den Mundartfärbungen) und den kleinen Pass Wart zur Schwarzwaldalp absteigen – etwas weniger nah an der Tourismusgeschichte, aber ebenfalls in einer sehr eindrücklichen Landschaft (Feedback von Wandernden).
S. 342, Onsernone
Die Internet-Seite mit detaillierten Informationen zu den begehbaren Wegen im hinteren Onsernonetal findet man neu hier
S. 342, Spruga
Giovanna Friedli bietet keine Zimmer mehr an. Die Gruppenunterkunft Capelan kann auch für einzelne Nächte und individuell genutzt werden (Feedback von Wandernden).
S. 345, Bagni di Cravegggia
Die Fussgängerbrücke 200 Meter unterhalb der Bagni di Craveggia ist nun installiert.
S. 352, Riserva forestale
Im Dezember 2002 wurde die Riserva forestale mit einem Volksfest offiziell eingeweiht. Pro Natura hat die Schaffung dieses zweitgrössten Waldreservates der Schweiz finanziell unterstützt. Es liegt mitten im möglichen Nationalpark Locarnese.
S. 352, Happy End für die Bagni di Craveggia
Beflügelt vom Boom für Wasserkraftprojekte haben die Interessenten einen Stausee im hinteren, italienischen Teil des Valle Onsernone 2007 wieder aufs Tapet gebracht, was im Onsernone wie im Vigezzo mit Protesten quittiert wurde. – Am 18.11.10 meldete die NZZ das Happy End: Die Kraftwerkpläne wurden in Rom begraben. Die Gemeinde Craveggia, die irgendwann und vielleicht mit 100'000 Wasserzins-Euro jährlich hätte rechnen können, will mit 400'000 gesprochenen Interreg-Euro in der ehemaligen Zollkaserne eine einfache Herberge mit 12 Schlafplätzen einrichten und die Bagni so sanieren, dass man dort wieder ohne Angst vor einem Einsturz ein Bad nehmen kann.
S. 358ff, Domodossola
In Domodossola ist das Albergo Domus seit 2007 geschlossen, in Bognanco seit 2006 das Fonti e Milano.
S. 370, Longia
Das Wildbad in Longia gibt es nicht mehr. Seit dem August 2008 ist das neue Centro termale bei Cadarese von 10 bis 22 Uhr offen, siehe www.termepremia.it
S. 387, Variante
Inzwischen sind wir eine lohnende Variante zur Etappe 21C gegangen, die den Abstieg nach Uvrier vermeidet und noch konsequenter den Bisses folgt (plus 1 h): nach Punkt 1009 oben bleiben, um den Aussichtspunkt 1030 herum, später zur Liène-Brücke Punkt 690 absteigen, wieder seitentalauswärts zum Wasserschloss und ab hier konsequent der Bisse de Claveau folgen.
S. 393, Ausgespielt
Mitte 2002 schloss das Casino von Saxon, da es nicht zu den neu konzessionierten Betrieben gehört.
Dostojewskijs Aufenthalte in Genf und dessen Abstürze im Casino Saxon würdigt auch Michail Schischkin in seinem literarisch-historischen Reiseführer »Die russische Schweiz« (Limmat Verlag, Zürich 2003, S. 19ff. und 228ff.).
S. 411, Was in den »Bäderfahrten« fehlt: Mineralbad Samedan
Nicht ein x-tes Bad nach der Formel Wasser + Heizöl + Marketing, sondern etwas Eigenständiges und Spezielles: nach dieser Formel entstand in Samedan anstelle des früheren Coop-Ladens, also mit kleinem Grundriss und direkt an die Dorfkirche gebaut, das »Mineralbad«. Man badet und schwitzt sich über drei Stockwerke zum offenen Bad auf dem Dach hoch (keine Nacktzonen). Und erholt sich in der Arvenstube mit den schönen Holzstühlen von Ramon Zangger bei Tee und mit Blick auf die Sgraffiti der Engadiner Häuser.
Wer am gleichen Ort in den Kriegsjahren alles ein und aus ging, ist im "piz"-Magazin Winter 2008/2009 in einem Artikel von Jürg Frischknecht (»Der 'dumme Bauer' war ein Schlauer«) nachzulesen.
S. 411, Was in den »Bäderfahrten« fehlt: Neues Bad in Acquarossa?
Werden die stillgelegten »Thermen von Acquarossa« zu neuem Leben erweckt? Im Februar 2010 verkündete das Westschweizer Paar Ashoob Cook und Andreas Schweitzer, im Bleniotal bis 2013 ein Hotel- und Welnessprojekt realisieren zu wollen.
S. 416, Le Prese
Kraftwerke Brusio (heute Repower), dann Aldo Triacca, dann eine Tochterfirma der italienischen Banca Intesa San Paolo, dann drei Jahre geschlossen – und nun, im Frühjahr 2011, die gute Nachricht: Neue Besitzerin ist Irma Sarasin-Imfeld aus der Basler Bankier-Familie. Sie will die Liegenschaft in die Stiftung Alfred-und-Irma-Sarasin einbringen, das Hotel restaurieren und im Frühjahr 2013 in neuem Glanz eröffnen. Mit im Stiftungsrat sitzt FDP-Grossrat Karl Heiz, der das Hotel 1995 als Brusio-Direktor verkauft hatte.
S. 417, Neuwiller
Nach einem Konkurs im November 2004 wurde die Neuwiller-Therme im Herbst 2005 von der Aquaba Dreyeckland Spa betrieben, doch lagen Gesellschaft und Behörden bald im Clinch. Das Bad ist bis auf weiteres erneut geschlossen. Siehe allenfalls www.dreyeckland-spa.com


