PDFDruckenE-Mail

Bäderfahrten

Petites fugues

Kurzbeschreibung

Wenn einem der Sinn gerade nicht nach Wandern steht, sondern nach kleinen Fluchten ohne grossen Rucksack, sind Bäder ideal. Zur Einstimmung ein paar Tipps für alle Jahreszeiten. Und alle Wetterlagen.

Der kleine Seitensprung:

Blume, Baden
Gut sechs Stunden zu Fuss, vier Stunden mit der Kutsche, zwei Stunden mit dem Weidling, drei Viertelstunden mit der Spanischbrötlibahn, 15 Minuten mit den SBB. Wie auch immer: Die Blume mit ihrem Innenhof ist eine ideale Adresse für einen Sprung weg von Zürich - und um ein Jahrhundert zurück. (vgl. Porträt oder: www.blume-baden.ch/

Für Freitage und Samstage:

Eden, Rheinfelden
Das Eden ist zwar nicht mehr die verträumte Familienpension von ehedem. Aber an Freitagen und Samstagen dank günstigem Weekendtarif eine preiswerte Adresse für ein grosses Zimmer, ein Fünfgangmenü, ein Solbad, Aussicht auf das benachbarte Feldschlösschen, eine pfiffige moderne Bar - und Ruhe. Und eine vielfältige Bade- und Saunalandschaft in Spazierdistanz. (www.hoteleden.ch/)

Der Klassiker:

Hotel Therme und Felsen-Therme, Vals

Ungeeignet für sehr frisch Verliebte. Denn das Hotel Therme ist oft für mehrere Wochen ausgebucht. Früh bestellen oder ins Nebenhaus Selva ausweichen, das über eine Passerelle mit dem Hotel Therme und dem berühmten Bad verbunden ist. Die Halbpension (ab zwei Nächten) schliesst beliebig viele Eintritte ins Bad und attraktive Sechs-Gang-Menüs mit Wahlmöglichkeiten ein. (www.therme-vals.ch/)

 

Frühling in den Kirschenblüten:

Bad Ramsach, Läufelfingen

Vom Bahnhöfchen Buckten sind es zu Fuss drei Viertelstunden bis zum Bad Ramsach. Keine ambitionierte Adresse, aber eine gute, besonders im Frühling. Im März sind die Wälder voll Bärlauch, später blühen die Kirschbäume in den sanften Baselbieter Hügeln und die Rosskastanien in der Gartenwirtschaft. (www.bad-ramsach.ch/homepage.htm)

Winterwandern:

Schwefelberg-Bad, Sangernboden

Ein ideales Gebiet auch für Schneeschuhwanderungen. Aufgepasst: Das Postauto fährt nur selten. Nachteil: die kleinen Zimmer. Aber im Winter gibt man ja sich ja besonders gern warm.

Wo die Schweiz am Ende ist:

Palazzo Gamboni, Comologno

Das hinterste Onsernonetal ist ein Geheimtipp, seit in Comologno eine alte Bürgervilla zum Hotel Garni umgebaut wurde - wenige Schritte von Aline Valangins La Barca entfernt. Die kurvenreiche Postautofahrt von Locarno aus ist allein schon ein Erlebnis. Zum Essen geht man in die Osteria Palazign nebenan. Und zum Baden in die Ruinen der Bagni di Craveggia, einen Steinwurf jenseits der Grenze. (vgl. "Im Tal der Träume")

Baden und schwitzen im obersten Veltlin:

Bagni Vecchi, Bormio

Mit der RhB nach Tirano, mit dem Bus nach Bormio und dem Taxi in die Bagni Vecchi, wo nach einem halben Jahrhundert Pause wieder übernachtet werden kann. Riemenböden und Malencoschiefer, ein schöner Salon, eine fantastische Bäderabfolge und eine exquisite Lage, in der Nacht und am Morgen einsam. Ein wiedererwecktes altes Hotel, perfekt inszeniert für Badenfahrten von heute. (vgl. "Schwitzen in Bormios Berg" oder www.bagnidibormio.it/