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Grenzschlängeln

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Aktualisierungen zur 5. auflage

Rucksackletzte Änderungen: August 2010


Für alle, die mit der 5. Auflage von Grenzschlängeln unterwegs sind: wichtige Nachträge und ausgewählte Feedbacks von Wandernden.

Aktualisierungen zu den ersten vier Auflagen

Bei der Wanderweb-Neugestaltung haben wir die Aktualisierungen zu den ersten vier »Grenzschlängeln«-Auflagen gestrichen, weil die einmal aktuellen Informationen in vielen Fällen inzwischen veraltet und mitunter irreführend sind. Wer die früheren Aktualisierungen sucht, findet sie unter web.archive.org. Auf Wunsch schicken wir die früheren Aktualisierungen auch im Format PDF zu.

Etappe 1, S. 16, Anreiseübernachtung in Scuol

Unschlagbar im Preis ist ein DZF in der bahnhofnahen modernen Jugendherberge: ab 58 Fr. plus Kurtaxe (mit SAC-Ausweis gleicher Preis wie mit Jugi-Ausweis).

Etappe 1, S. 25: Thema Samnaun

Die Ära Walter Zegg geht Ende 2006 definitiv zu Ende. In den Gemeindewahlen schwang eine Liste von Unabhängigen obenaus.

Etappe 3, S. 36f: Hof Zuort

Seit dem Sommer 2008 führen Annette Grand und Meinrad Zwerger den Hof Zuort, siehe www.zuort.ch. Das einsame Berggasthaus ist sowohl im Sommer wie im Winter geöffnet.

Etappe 3, S. 38: Variante Vnà

2008 wurde in Vnà (eine Fraktion von Ramosch) die Idee »ein Dorf als Hotel« umgesetzt (siehe www.hotelvna.ch). Damit kommt, bei etwas anderer Etappierung, eine Übernachtung bereits in Vnà in Frage (und danach auf der Schlinighöhe im Berghaus Sesvenna).

Etappe 4: weitere Publikation zum Bergbau

Martin Schreiber: Der historische Bergbau bei S-charl im Unterengadin. Untersuchungsergebnisse über das Blei- und Silberbergwerk und dessen Beziehungen zum Tirol. Südostschweiz Buchverlag, Chur 2004.

Etappe 4: Thema Bär und Bock

2005 und 2006 kamen die Bären zurück, auch in die Täler des Nationalparks: »Lumpaz« (vermutlich gewildert) und der »Problembär« JJ3, der 2008 abgeschossen wurde. Aktueller Stand: www.nationalpark.ch/snp.html

Etappe 5: Variante Auftakt

Nach S-charl kann man neu auch auf einem Wanderweg auf der orografisch linken Bachseite angenehm ansteigen und erst später auf die Fahrstrasse wechseln.

Etappe 5, S. 52, Aussteigen: Müstair-Meran

Wer vom Grenzschlängeln schon genug hat und die Schweiz verlassen möchte, wird in Müstair in Versuchung geführt: In sechs gemütlichen Tagen kann man via Mals nach Meran wandern, siehe unsere »Auswanderungen«, Kapitel »Wer die Wahl hat, wählt den Waal«.

Etappe 5, S. 57: Neuerscheinung zum Kloster Müstair

Jürgen Goll, Matthias Exner, Susanne Hirsch: Müstair. Die mittelalterlichen Wandbilder in der Klosterkirche. Verlag NZZ, Zürich 2007, 78 Fr.

Etappe 6: Braucht es eine SAC-Hütte im Val Mora?

Der SAC baut das ehemalige Alpgebäude Sprella zu seiner 154. Hütte aus. Ab 2011 wird sie im Sommer und Winter 60-70 Personen Platz bieten.

In der SAC-Zeitschrift »Die Alpen« > Archiv > Juli 2010 > Leserbriefe äussert sich der Münstertaler Jachen Andri aus Fuldera sehr kritisch zum Projekt.

Etappen 6 und 7, Seiten 60 und 70: Livigno

Zwei Schweizer Postautolinien bedienen inzwischen vom Berninapass und von Zernez aus Livigno:
Ospizio Bernina-La Motta (Dogana)-Livigno, Mitte Juni bis zirka 20. Oktober, Fahrplanfeld 90.705
Zernez-La Drossa-Livigno, zirka 10. Mai bis zirka 20. Oktober, Fahrplanfeld 90.815

Thema Etappe 8, S. 87: Schmuggel-Literatur

Massimo Lardis Schmugglerroman »Dal Bernina al Naviglio« (Dadò Locarno 2002) ist 2008 in deutscher Übersetzung beim Theodor-Schmid-Verlag in Zürich erschienen: »Export zwei. Eine Schmuggler-Geschichte aus dem Puschlav«.

Etappen 8/9, Puschlav: Wer baute die Berninabahn?

»Wer baute das siebentorige Theben? In den Büchern stehen die Namen der Könige. Haben die Könige die Felsbrocken herbeigeschleppt?« Dieses Brecht-Zitat stellt Andrea Tognina seinem Buch »Arbeiter am Bernina: Sozialgeschichte eines Bahnbaus, 1906–1910« voran. Der Puschlaver Historiker hat zusammen mit HelferInnen in vielen Archiven spannende Informationen und packende Fotografien über die Veltliner Arbeiter gefunden, die die spektakuläre Bahnlinie unter härtesten Bedingungen in kürzester Zeit bauten. Das ausserordentlich reichhaltige Buch ist ein wohltuender Kontrapunkt zu all den Bahnbüchern. Beigelegt ist der Film »Strapatschs al Bernina – Knochenarbeit am Bernina«, den Ruedi Bruderer für die Televisiun Rumantscha realsiiert hat. All das ist für sagenhaft günstige 35 Franken zu haben beim Verlag Desertina.

Etappe 9, Seiten 88/91, Übernachten in Selva

Ristorante Pensione Selva, offen ab Anfang Mai, Tel. 081 844 07 46, www.selva-pensione-ristorante.ch, DZF 120–140 Fr., im Lager 35 Fr./Person. (Man lasse sich nicht davon abhalten, dass im Telefonverzeichnis als Weiler Prada angegeben ist.

Etappe 9: Sonderjagd auf Wilderer

In einem ausführlichen Artikel der »Engadiner Post« vom 22.6.2006 ist zu lesen: »Die Wilderei ist auch im Kanton Graubünden immer wieder ein Thema. Es ist noch nicht lange her, dass Wilddiebe an der gemeinsamen Grenze des italienischen Nationalparks Stilfserjoch und des Schweizerischen Nationalparks auftraten. Dabei wurden ein Hirsch, zwei Gämsen und ein Steinadler erlegt. Einiges deutet auf grenzüberschreitende Aktionen hin. Die verantwortlichen Organe beidseits der Landesgrenzen haben deshalb ihre Zusammenarbeit intensiviert.« Vielleicht liesse sich daraus sogar ein subventioniertes Interreg-Projekt basteln?

Etappe 11: Muretto

Erstmals seit Menschengedenken präsentierte sich der Murettopass 2005 auf der Schweizer Seite ohne Eis und Schnee.
Die frühere Schutzhütte in Plan Canin ist nun eine private Jagdhütte und nicht mehr zugänglich.

Etappe 13, S. 133: Thema

Die Neuausgabe des höchst informativen Klassikers »Das Hochtal Avers« ist bequem erhältlich über www.walserverein-gr.ch > Bestellung.

Etappe 14, S. 138: Soazza

Nach dem Passieren der Talenge des Val de la Forcola hat man zwei Möglichkeiten:
Die eine: Wer nach Soazza will (wie von uns bisher empfohlen), geht rechts via Druna zur A13, unter dieser hindurch und zum Dorf hoch. Einzige Übernachtungsmöglichkeit ist das Cacciatori mit seinen Dependancen. Man isst und trinkt hervorragend; hier haben wir beispielsweise den »Desiderio« von Sandro Tamò entdeckt, einen klassischen Merlot, aber Bündner. Leider sind die Zimmerpreise für Leute, die nur kurz übernachten, sehr hoch (DZF April-September ab 250 Fr., Oktober ab 220 Fr.). Sie sei schließlich »die einzige anständige Adresse zwischen Thusis und Bellinzona«, rechtfertigt Gastgeberin Pia Cafiero-Ullmann die Preise. - Das Postauto fährt auch noch am späten Abend talabwärts nach Lostallo oder Roveredo (dem Ziel von morgen).
Die andere: Wer nach Lostallo will, folgt weiter dem ausgeschilderten Weg, der nicht mehr nach Soazza führt, sondern hinunter nach Campagna (=Punkt 538). Dort geht man 20 Minuten auf dem Talweg weiter bis Buffalora (wo der Buffalora-Bach endet, Bushalt, Restaurant) und fährt bis Lostallo. Im Groven schläft man ruhig und preiswert (DZF 110 Fr.) und isst sehr gut. Auch hier gibt es den Bündner Merlot von Tamò.

Literaturhinweis von Kurt Hanhart im Wanderweb-Forum: Soazza. Ortsbild, Bauten, Typologie / quadro del luogo, costruzioni, tipologia. Hg. von der Ingenieurschule beider Basel (IBB), Abteilung Architektur, Muttenz 1988 (in der Bibliothek des Cacciatore vorhanden).

Etappe 15, S. 146: Cama

In den drei Misoxer Seitentälern Cama, Leggia und Borat wurde 2006 das grösste Waldreservat der Schweiz geschaffen. Strassen gibt es in diesem Gebiet keine, dafür Wanderwege. Von den 15 Quadratkilometern bleiben künftig drei Viertel unbewirtschaftet. Auf einem Viertel werden Rinder und Ziegen grasen. Die Wiederbelebung der Alpwirtschaft ist ein Projekt von Pro Specie Rara und dem Fonds Landschaft Schweiz.

Etappe 17, S. 156, Unterwegs: San Jorio

Das Rifugio San Jorio ist neu zu erreichen unter Tel. 349 7279924 (Feedback von Wandernden)

Etappe 21, S. 201: Stausee im hintersten Onsernonetal?

Beflügelt vom Boom für Wasserkraftprojekte haben die Interessenten das Projekt eines Stausees im hinteren, italienischen Teil des Valle Onsernone 2007 wieder aufs Tapet gebracht, was auf Tessiner Seite umgehend mit Protesten quittiert wurde. FDP-Nationalrat Fabio Abate wandte sich mit einer Interpellation an den Bundesrat.

S. 204: alternativer Abstieg von der Alpe Ruscada

Der Weg Alpe Ruscada–Spruga über Casone wurde stark ausgebaut und ist sehr angenehm, wenn auch steil (Feedback von Wandernden).

Etappe 22: Spruga

Giovanna Friedli bietet keine Zimmer mehr an. Das Capelan kann auch für einzelne Nächte und individuell genutzt werden (Feedback von Wandernden).

Wandern im Hinterland von Comologno: Die detaillierte Beschreibung der Wanderwege findet man neu hier.

Etappe 23: Cimalmotto

Sorgenkind Pension Alpina in Cimalmotto: Nach dreijähriger Pause war die sympathische Pension ab 2005 wieder offen – und schloss 2009 erneut. Telefonnummer und www.pensionealpina.ch sind derzeit nicht mehr in Betrieb.

Etappe 24, S. 228, Formazza/Ponte: Lust auf einen Abstecher nach Domo?

Wie das zu Fuß im Talgrund am besten geht, schildern wir in unseren »Auswanderungen«, Etappen 8C und 8D (Ponte–Premia 5 h, Premia–Domodossola 6 h 15).

Etappe 24, S. 231: Anna Maria Bacher

Von Anna Maria Bacher ist 2006 »Wê im ä Tröim. Alte und neue Gedichte« erschienen. Der Band vereint die neuen Gedichte (Come in un sogno, Wie in einem Traum) sowie die drei vergriffenen Titel »Z Tzit fam Schnee«, »Z Kschpêl fam Tzit« und »Litteri un Schattä«. Bestellungen: www.walserverein-gr.ch oder im Buchhandel.

Etappe 25: Etappenort Binn

Das sorgfältig restaurierte Hotel Ofenhorn wurde 2008 in die Reihe Historic Hotel aufgenommen. Von Andreas Weissen ist bei dieser Gelegenheit eine kleine Hotelgeschichte erschienen. – Ab Mai 2010 wird das Ofenhorn von Jacqueline Rossé Berchtold (ex Pro Natura Zentrum Aletsch) und ihrem Mann Hanspeter Berchtold (Bergführer und Skilehrer) geführt.

Das Restaurant Imfeld (Fäld) hat Matratzenlager. - Das Hotel Albrun ist neu ganzjährig geöffnet.

Vom 5. Juni bis 31. Oktober 2010 fährt im Binntal ein Rufbus, der für die Etappen 25 und 26 interessant sein kann: Binn-Fäld-Brunnebiel (Fahrplanfeld 12.653) und Binn-Heiligkreuz (Fahrplanfeld 12.654).

Etappe 26, S. 242: Heiligkreuz

Nach einem Brand ist die Herberge Zum Schmuggler bis auf weiteres geschlossen.

Etappe 26, Thema »Die Schmugglerkönigin vom Geisspfad«

siehe auch »Dies Land ist maßlos und ist sanft. Literarische Wanderungen im Wallis«, S. 335ff.

Etappe 27, S. 253: Corwetsch

Apropos »verlassene Alphütten«: Unter www.corwetsch.ch ist zu lesen: »Der Verein Corwetsch will drei ehemalige Alpgebäude, die seit langem nicht mehr gebraucht werden, zu einfachen Unterkünften umbauen. Schulen, Gruppen und Institutionen mit umweltpädagogischer, allgemein ökologischer oder sozialer Ausrichtung beteiligen sich am Auf- und Ausbau der Gebäude.«

Etappe 27, S. 255, Gabi

Das Hotel Gabi ist geschlossen. Mögliche Varianten: Von Alpjerung in 2 h 15 direkt nach Gondo absteigen und in weiteren 2 h nach Zwischbergen (total 8 h 15; ev. Gondo-Zwischbergen im Taxi). So spart man einen Tag. Oder gemütlicher: in Gondo im neuen Hotel Stockalperturm übernachten (Tel. 027 979 25 50, www.stockalperturm.ch, DZF 165 Fr., im Lager 50 Fr./Person). Am nächsten Tag durch die inzwischen begehbare Gondoschlucht in 2 h nach Gabi hinauf und wie in Etappe 28 beschrieben nach Zwischbergen (total 4 h 45).

Etappen 27/28, Gabi/Gondo: Variante Monsciera–Bognanco–Domo

Wem der Zwischbergenpass zu hoch ist, kann aus dem Zwischbergental über den Passo di Monsciera (2103 m) ins alte Badenest Bognanco wandern und am nächsten Tag in einen Sonnenhang gemütlich nach Domodossola. Siehe unsere »Auswanderungen«, Etappen 9C und 9D (Gondo–Bognanco 7 h 45, Bognanco–Domodossola 3 h 15).

Etappe 28, S. 265, Gondo

Die Schule von Gondo wurde 2007 geschlossen. Am Schluss gab es so viele Schüler wie Tankstellen, drei.

Etappe 29, Zwischbergental

Mit einer Investition von 160 Mio Franken will die Energie électrique du Simplon EES, die großmehrheitlich den EOS (und damit neu Alpiq) gehört, die Staumauer Fah/Cheller von 9 auf 85 Meter erhöhen und einen Pumpbetrieb zwischen dem bestehenden Stausee Sera und dem neuen Speicher Sera einrichten. WWF, Pro Natura und Stiftung für Landschaftsschutz opponieren gegen das Projekt im BLN-Gebiet.

Etappe 29, S. 266/271: Etappenort Almagell

Im ***Portjengrat in Almagell kennt die Hotelière einen schönen Teil der Grenzschlängeln-Route und manch andere Wanderroute in der Gegend aus eigener Anschauung. - Das Cristiana ist heute ein Dreisternhaus im Stil der heutigen Zeit. Als günstige Alternative empfiehlt sich die einfache Pension *Central (neben der Post, Tel. 027 9571717, www.central-saas.ch, DZF 110-130 Fr.).

Etappe 30, Thema Mattmark

Die Gewerkschaft Unia hat 40 Jahre nach der Mattmark-Kastastophe die 78 Seiten starke Broschüre »Non dimentichiamo Mattmark, Mattmark nie vergessen, Ne jamais oublier Mattmark« publiziert. Sie kann gratis bestellt werden bei: Unia, Weltpoststr. 20, 3000 Bern 15, Tel. 031 3502111, Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können.

Etappe 30, S. 275/279: Etappenort Macugnaga

Ein Augenschein nach 14 Jahren: Hier hat sich wenig geändert. Das Museo storico bietet neu eine Ausstellung zum Schmuggel, über den man heute nicht mehr schweigt. In der Fraktion Borca (eine halbe Stunde talabwärts) können ein kleines Walsermuseum und die ehemalige Goldmine besichtigt werden (geführter Rundgang). Eine angenehme Übernachtung in Borca: Albergo Alpi (1908 erbaut, Tel. 0324 65135, Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können. ). Der Besitzer fährt seine Gäste am Morgen nach Quarazza hoch (zu Fuss eine knappe halbe Stunde).

Etappe 31, S. 287f und 294ff: Variante

Statt nach Alagna abzusteigen, kann man bereits im Rif. Pastore übernachten (minus 1 h, Tel. 0163 91220, www.rifugiopastore.it). Und am nächsten Tag in 5 h via die Walser-Alpsiedlung Bors (mit dem einfachen Rif. Crespi-Caldrini, Tel. 331 3227238) durch das Vallone delle Pisse auf dem markierten Weg 10 und später 5E zum Rif. Guglielmina (2880 m) beim Col d'Olen ansteigen. Der Aufstieg zum Valico di Cimalegna ist steil, man bracht auch mal die Hände. Siehe die IGC-Karte 1:25'000 Nr. 109 Monte Rosa. Wahrscheinlich begegnet man mehr Steinböcken denn Wandernden. Im Berghotel/Rifugio Guglielmina übernachtet man mit Engländern und 7000 Flaschen Wein und isst gut (2007 renoviert, warme Dusche, Tel. 0163 91444 und 347 2732082, www.rifugioguglielmina.it.

Wir haben diese Variante in der SonntagsZeitung vom 9.8.2009 beschrieben. Siehe www.wanderweb.ch/texte > Reportagen > Detailinformationen.

Bergmonografie »Monte Rosa«

Herbst 2009: Herausgegeben von Daniel Anker und Marco Volken ist im AS Verlag Zürich die 333 Seiten starke Bergmonografie »Monte Rosa. Königin der Alpen« erschienen, unter anderem mit Porträts der Rifugi Pastore, Alpe Bors und Guglielmina.

Etappe 31, S. 284/288: Etappenort Alagna

Neben Walserhäusern und Bauten der Tourismus-Gründerzeit trifft man in Alagna immer mehr Residenzen an. Die Zimmer im traditionsreichen ***Monte Rosa sind banal und inzwischen viel zu teuer. Hingegen lohnt sich ein Abendessen im Salone Margherita (Ristorante La Stube, Reservation Tel. 0163 923209). Eindrücklich ist weniger das Essen und schon gar nicht der Service, wohl aber der grandiose Speisesaal, der einzige erhalten gebliebene Raum von einst.

Das Ristorante Otro gibt es nicht mehr, hingegen neu das Dir und Don (da und dort; am Lebendigsten ist die Walserkultur in der touristischen Namensgebung) mit Vineria und Birreria usw. Das umgebaute Unione hat architektonisch verloren und gastronomisch wohl gewonnen.

Weitere Alternativen (Feedback von Grenzschlängelnden): ***Albergo Pasticceria Bar Mirella, bei der Seilbahnstation, Tel. 0163 922965, DZF ca. 80 Euro; Casa dei fiori, ebenfalls in der Umgebung der Seilbahnstation, Tel. 0163 922614, ähnlicher Preis

Von Alagna führt neu eine Seilbahn in zwei Sektionen zum Passo Salati (Freeride Paradise), von wo man in einer Viertelstunde zu den beiden Rifugi beim Col d'Olen spaziert. Wer zu Fuss unterwegs ist, wählt heute mit Vorteil folgende Route: beim Ristorante Unione den Weg ins geschützte Valle d'Otro nehmen (alte Walsersiedlungen) und via den Passo Foric zum Col d'Olen aufsteigen (so verläuft auch die hier kaum ausgeschilderte Tour Monte Rosa).

Etappe 32, S. 294: schnelle Busverbindung nach Gressonay

Wenn man direkt nach Gressoney fahren will, gibt es die relativ schnelle Variante mit dem Savda-Bus von Milano-Lampugnano: Von Milano Centrale mit der Metro bis Lampugnano (ca. 30 Minuten mit 1 x Metro-Umstieg); von dort z.B. um 13 h mit dem Savda-Bus bis Pont-Saint-Martin (1 h 40 Min., Reservationspflicht) und dann mit dem weiteren Savda-Bus nach Gressoney (ohne Reservationspflicht). Siehe www.savda.it

Etappe 37, Seite 334/338f: Etappenort Valpelline

Für Leute, die gern essen, bietet sich folgender Abstecher an (billiger und besser als im verliebten Hasen): Mit dem Abendbus (Valpelline ab 18.40 oder 17.29, je nach Jahreszeit) nach Ollomont/Rey fahren, dort in der Vecchia Miniera schlafen und angenehm tafeln (Tel. 0165 73414, www.locandavecchiaminiera.it. Ausweichmöglichkeit B & B sowie Restaurant: La Taverne (ein paar Schritte weiter talaufwärts, Tel. 0165 73339). Am Morgen dann mit dem Bus zurück nach Valpelline. Oder auf dem Belvedere-Weg (beim Vecchia Miniera einfädeln) mehr oder weniger eben nach Douès (mit einem 800-Meter-Tunnel, Taschenlampe empfehlenswert).

Etappe 38, Valpelline–St-Rhémy

Neben den angegebenen Karten gibt es in der Provinz Aosta neu gute Karten 1:25'000, für diese Etappe das Blatt 5 Gran San Bernardo Ollomont (www.escursionista.it, Rimini, im Reisebuchhandel und vor Ort).

»In einem weiten Bogen bringen uns die Rinne und dann ein alter, steingesäumter Weg zur Brücke«, umschreiben wir im Buch eine kurze, improvisierte Passage unserer neuen Wegvariante. Wer sie im Sommer 2005 beim höchsten Vegetationsstand ging, stand möglicherweise kurz im Schilf oder Schachtelhalm. Künftig wird leider alles einfach sein. Man steigt auf der Werkpiste hoch, die 2005 beim Bau eines kleinen Kraftwerks entstanden ist. Ab der Brücke bei der verfallenen Mühle geht es wie beschrieben weiter.

Die Ausweichmöglichkeit in Couchepache wird wieder unter dem Namen Des Alpes betrieben, siehe www.desalpeshotel.com. Allerdings: Wir erlebten das Dreisternhaus an einem 22. Juli ohne Restaurant. Für das Abendessen wurden wir mit dem Auto ins Hotel Col de Serena in Etroubles gefahren.

Etappe 38, S. 346: Thema Farinet

2008 ist von Willi Wottreng erschienen: »Farinet - die phantastische Lebensgeschichte des Schweizer Geldfälschers, der größer tot war als lebendig« (Orell Füssli Zürich).

Etappe 39, S. 354: Grosser Sankt Bernhard

Nicht nur Bernhardiner und Elefanten schrieben hier Geschichte, sondern auch gestohlene Steinbockkitze, die professionelle italienische Wilderer in die Schweiz brachten. Als Route benutzten sie auch den Grossen Sankt Bernhard. Das Buch »Von Königen und Wilderern. Die Rettung und Wiederansiedelung des Alpensteinbockes« schildert diesen Tierschmuggel kenntnis- und detailreich. Herausgeber ist der Wildbiologe (und Präsident der Bergeller Gemeinde Stampa) Marco Giacometti, der auch das Kapitel »Illegaler Steinbockhandel« verfasst hat.

Etappe 41, S. 368: Übernachten in Trient

Das Restaurant Moret ist keine Pension mehr, bietet also keine Übernachtungen mehr an (auch wenn im Telefonverzeichnis nach wie vor »chambres« steht).

Etappe 42, Seite 383, Vallorcine: Abstecher nach Chamonix?

Siehe unsere »Auswanderungen«, Etappe 11C Le Buet–Chamonix 6 h 45. Oder in umgekehrter Richtung auf den Routen 11B und 11A via Finhaut nach Martigny

Etappe 43, S. 386: Ausweichübernachtung in Finhaut

Das Hotel Beau-Séjour ist nur noch ein Garni (und steht zum Verkauf). Neben dem Beau-Séjour bietet auch die Pension Le Mont-Fleuri (Tel. 027 768 10 60) Zimmer und Dortoirs an. (Feedback von Wandernden, die im übrigen von der Pension Les Alpes abraten – und das »wunderbare Dorf Finhaut« loben).

Etappe 43, S. 391: Kraftwerk Emosson

Mit dem Bau des großen Stausees in den 1970er Jahren (er ist der zweitgrößte der Schweiz) verzehnfachte sich die Leistung des Kraftwerks Emosson. Von 2009 bis 2015 wird diese Leistung mit dem Bau der Pumpspeicheranlage Nant de Drance nochmals fast verdreifacht. Atel (inzwischen Alpiq) und SBB investieren eine Milliarde, die fast ausschließlich unterirdisch verbaut wird. Laut www.nant-de-drance.ch dient das neue, auf Spitzenenergie ausgerichtete Werk dem »Ausgleich zu den Windparks, welche mit dem Wind schwankend Strom produzieren, oder zu Laufwasserkraftwerken, die einzig regelmäßige Bandenergie liefern können«. Von AKW's (die weit größeren Bandenergie-Lieferanten) ist nicht die Rede.

Etappe 47, S. 422/425f.: Übernachten in Novel

Das Restaurant in Novel bietet keine Übernachtung mehr an. Wohl aber die Gite le "Franco-Suisse", Claudine Debens, 74500 Novel, Tel: 04.50.76.73.74/06.86.75.11.75; Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können. . Das Ehepaar, das die Gite führt, ist freundlich und offen für die Bedürfnisse der Fussreisenden. (Feedback vpn Wandernden)