Dem Süden verschwistert
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Dezember 2011
Auf Seite 211 des Buches wird auf eine Passage aus dem Roman Der Tod des Autors von Gilbert Adair hingewiesen. Am 8. Dezember 2011 erlag Gilbert Adair an den Folgen eines Hirnschlags in London. Es soll hier nicht verschwiegen werden, dass der Schreibende als Co-Verleger der deutschsprachigen Ausgaben von Adairs Büchern den britischen Autor sehr gut kannte. Adair hielt sich zweimal im Engadin auf. Einmal mit seinem Übersetzer Thomas Schlachter in einer Wohnung in Celerina, wo die beiden an der deutschsprachigen Endfassung des Buches Wenn die Postmoderne zweimal klingelt arbeiteten und einmal in Zuoz. Autor, Übersetzer und Verleger wanderten einmal von Maloja über die Alp Ca d'Starnam ins Fextal. Unvergessen ist die im Buch schon erwähnte Wanderkleidung von Adair; unvergessen auch die reichhaltigen, intelligenten und unterhaltsamen Gespräche während dieser Wanderung. Adair war ein ungeheuer belesener und debattierfreudiger Mensch, der sich praktisch für nichts nicht interessierte und der auch ohne wikipaedia aus einem unendlich scheinenden Wissensfundus schöpfen konnte. Die beiden Romane Der Tod des Autors und Blindband gehören heute noch zu den wichtigsten Büchern meiner Lesebiographie und ich empfehle beide dringendst zur Lektüre – neben allen anderen auch. Nach dem Wechsel des Autors von der Edition Epoca zu C.H. Beck war der Austausch nicht mehr so intensiv und so kam die Meldung seines Todes doch sehr überraschend. Von den diversen Nachrufen in der Presse verweise ich auf jenen von Gustav Seibt in der Süddeutschen Zeitung:


