Grenzland Bergell
Wandert aus der Schweiz
»Jetzt wandere ich dann aus!« Wer hätte nicht schon daran gedacht, wer hat diesen Ausruf nicht schon auf der Zunge gehabt?
Die Schweiz ist ein Land von Auswanderern. Unsere Vorfahren zogen über die Alpen für Ruhm und Ehre, verließen ihre Bergtäler für Arbeit und Lohn, suchten das Abenteuer in Übersee oder den Erfolg in der Lombardei.
Und die Schweiz ist ein Land für Auswanderungen. Elf präsentieren wir in diesem Buch (eine zwölfte, nach Salins-les-Bains im französischen Jura, haben wir in den »Bäderfahrten« vorausgeliefert). Unser Ehrgeiz war es nicht, die historisch korrektesten Wege zu finden. Wir ließen uns überraschen und wählten, durchaus mit der Geschichte im Hinterkopf, die angenehmsten und die interessantesten; als Puzzlesteine benutzen wir auch »Label-Wege« wie die Via Spluga oder den Stockalperweg, in Variationen. Dabei lassen wir unsere Vorgänger öfter mal nach unserer Pfeife tanzen. Und wir gehen, den Reisenden vergangener Zeiten gleich, aufs Schiff, wenn das Gehen nicht mehr geht.
Unsere Routen führen, wie früher üblich, auf die großen Marktplätze, also mitten in die Stadt, mag sie Aosta heißen, Ravensburg oder Meran. Ohne Radverkehr geht das nicht immer ab; besonders nach Mailand hinein teilen wir unseren Weg mit Bikern, Radfahrerinnen und Rollerblades.
Ganz am Rand sind die »Auswanderungen« auch ein Hotel- und Restaurantführer. Hier halten wir uns, trotz der Schwäche für altes Ambiente, gerne an die heutigen Zeiten.
Manches wird sich mit den Jahren wieder anders präsentieren. Hier findet man unter »Aktualisierungen« das Neuste zum Ausdrucken und kann eigene Beobachtungen ins Forum stellen.
Viele haben uns mit Hinweisen unterstützt und für uns in Fotoalben geblättert. Ihnen allen danken wir herzlich - wie auch dem engagierten Team des Rotpunktverlags, das dem Ganzen einen schönen Rahmen gegeben hat und die aktuellsten Wanderbücher weit und breit ermöglicht.
Zürich, im April 2008 Ursula Bauer, Jürg Frischknecht


