Aktuell

Hochtour in den Apuanischen Alpen
Von Samstag 30. Juni bis Sa 7. Juli führt die Alpeninitiative in den Apuanischen Alpen eine Wanderwoche mit Pepo Hofstetter und Marta Arnold durch. → Infos

Reportage

Carrara-Marmor als Tierfutter

Radioreportage vom 6.12.2011

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Marmor, Meer und Maultierpfade

Rezensionen

Zwischen Marmor und Meer

Italienkennern sind Marmor, Carrara und die Toskana ein Begriff, in den seltensten Fällen aber die Apuanischen Alpen. Dabei bietet der Gebirgszug im nördlichsten Toskana-Zipfel reizvolle Wanderungen und Übergänge mit grandiosen Tiefblicken auf die Küste des Thyrrhenischen Meeres.
Artikel in Panorama - Magazin des Deutschen Alpenvereins, August 2011. Download (Seiten 32-33)

Mehr als Marmor: Wandern in den Bergen von Carrara

Bis vor kurzem war Carrara auch für Pepo Hofstetter ein Synomym für Marmor. Doch dann nahm sich der Schweizer Journalist Zeit, die Gegend zu erkunden. Das Ergebnis ist ein Wanderführer über die Apuanischen Alpen. Das Buch beschreibt nicht nur Pfade und Wege, sondern erzählt auch die unbekannten Geschichten rund um das Gebirge, den Marmor und die Bewohner: zum Beispiel, dass vor rund 100 Jahren die Region eine Hochburg von Anarchisten war, die dort für humane Arbeitsbedingungen und gegen Faschismus kämpften. Verwelkte Blumenkränze an den Fassaden erinnern noch heute daran.
Bayern 2, 23. Oktober 2010,
Weitwinkel, oder direkt zur Radioreportage

Wandern, wo Michelangelo den Marmor suchte

Die Apuanischen Aklpen in der Nordwest-Toskana bieten abwechslungsreiche Touren verschiedenster Länge. Und Ausflüge in eine geschichts- und kulturträchtige Gegend.
René Lenzin im Tages-Anzeiger vom 21. Oktober 2010,
Reportage.

Anarchisten und ein heiliger Berg

Porträt einer geschichtsträchtigen, kontrastreichen Region am Rande der großen Touristenströme, von Pepo Hofstetter.
taz, 13. August 2010,
die tageszeitung

Da will ich hin

Als mir dieses Buch in die Hände fiel, wusste ich sofort: Da will ich hin!
Suleika Baumgartner im Magazin m der Gewerkschaft Comedia, Nr. 6/7, Juni/Juli 2010

Wandern oder in einem Liegestuhl lesen

Quer durch die Alpi Apuane findet sich ein Netz von markierten und nummerierten Wanderwegen, welche die Hütten des Club Alpino Italiano und die Gaststätten der Bergdörfer miteinander verbinden. All das erlaubt es, die alpine Toskana hautnah und auf Tages- und Mehrtageswanderungen zu erleben – wenn man Pepo Hofstetters Führer dabei hat. Ein Wander-, Geschichts-, Bilder- und Gourmetbuch in einem. Man könnte es einfach auch nur lesen in einem Liegestuhl in Marina di Carrara.
Daniel Anker auf www.bergliteratur.ch, 16. Juni 2010

Versteckte Perlen in der «anderen» Toskana

Alles in allem handelt es sich beim vorliegenden Band um einen Wanderführer für Anhänger des ökologisch nachhaltigen Tourismus; für kulturell interessierte Menschen, deren Interesse nicht zwingend bei der Hochkultur aufhört, sondern die sich auch dafür erwärmen können, mehrere Jahrhunderte Besiedlungs- und Bewirtschaftungsgeschichte zu "erwandern" Oder kurz gesagt: für Menschen, die sich auch für die Alltagskultur der "normalen Menschen" interessieren; für das andere kann man ja einen Besuch in Lucca, Pisa oder Florenz einflechten. Was diesen Wanderführer besonders macht, ist dass er sich einem weithin unbekannten Wandergebiet widmet, das landschaftlich und historisch sicherlich nicht hinter den bekannteren (und überlaufeneren) Regionen verstecken muss, dafür aber noch genügend Raum bietet, sich langsam auf diese versteckte Perle der "anderen" Toskana einzulassen. Und ich wüsste nicht, wie man das hätte noch besser machen können.
K. Tippmann auf www.altravita.de (Verbania, Italien)
, 8. Juni 2010

Meersicht

Das Wanderbuch "Marmor, Meer und Maultierpfade" ist noch mehr als die sonstigen Wanderbücher des Rotpunktverlags ein Buch über die Gegend und ihre Geschichte, als ein «Kochbuch», um sicher von a nach b zu marschieren. In den apuanischen Alpen der Toscana kann man selbstverständlich auch einsame Bergwanderungen unternehmen. Aber für Pepo Hofstetter besteht der noch grössere Reiz darin, die vom Menschen geschaffene Landschaft des Marmorabbaus genau anzusehen und sich dabei die Produktionsbedingungen vorzustellen. Eine Schönheit sei erwähnt: Von vielen erwanderten Bergen geniesst man Meersicht.
Koni Loepfe in PS Nr. 16 vom 29. April 2010

Im Kieselreich der Omya

Über zwei Jahre hinweg haben Pepo Hofstetter und Marta Arnold die Apuanischen Alpen erkundet – und herausgekommen ist ein sehr schönes Buch: exakte Beschreibung der Wanderwege, genaue Karten, viele Fotos und natürlich die politischen und historischen Begleittexte, die die Rotpunkt-Wanderführer seit jeher auszeichnen.

Die Apuanischen Alpen – ein wilder und teilweise steiler Gebirgszug – ragen fast übergangslos 2000 Meter aus dem Tyrrhenischen Meer. Bekannt sind sie vor allem durch den Marmor­abbau, der bereits im Römischen Reich begonnen hatte. Noch immer gilt die Gegend als grösstes Marmorbecken der Welt. Michelangelo Buonarotti wählte hier seine Blöcke aus. Marmor aus den Apuanischen Alpen ist auf der ganzen Welt zu finden: am indischen Tadsch Mahal, an der brasilianischen Oper von Manaus, am Grande Arche in Paris und an vielen weiteren Palästen und Kirchen, Tempeln und Moscheen, Hotels und Supermärkten. Heute hingegen prägt die Kalziumkarbonatherstellung das Bild der Landschaft um Carrara.Carrara gilt nicht nur als Welthauptstadt des Marmors – sie war auch bis weit nach dem Zweiten Weltkrieg ein Weltzentrum des Anarchismus. Die Steinbrüche und die kleinen Dörfer in den Bergen waren anarchistische Hochburgen, in denen die Arbeiter­Innen für menschlichere Arbeits­bedingungen kämpften und sich dem Faschismus widersetzten; das Erbe dieser Bewegung ist bis heute präsent.Mitten durch die Apuanischen Alpen und den Apennin verlief gegen Ende des Zweiten Weltkriegs die «Linea Gotica». An dieser Front hatte die deutsche Wehrmacht über einen langen Zeitraum hinweg den Vormarsch der alliierten Truppen stoppen können – weil sich alle Energien auf die Landung in der Normandie konzentrierten. In dieser Zeit des Stillstandes verübten deutsche Soldaten und italienische Faschisten zahlreiche Massaker an der Zivilbevölkerung; kaum ein Dorf wurde verschont. Am schlimmsten traf es den Ort Santa Anna di Stazzema, wo im August 1944 rund 560 Menschen massakriert wurden (...).

An diese Geschichten erinnert Hofstetter in seinem Buch. Er schildert, wie ein Aufstand der Frauen von Carrara die Deportation der Stadtbevölkerung verhinderte, er beschreibt den Kampf der PartisanInnen, würdigt Kulturgeschichte und kulinarische Gegenwart und entwirft ein soziales Porträt des Marmorbergbaus.
Pit Wuhrer in Die Wochenzeitung WOZ, 15. April 2010