Tessin Klappern der Zoccoli
Totentanz an bester Aussichtslage
In Sven Stolpes »Wartezimmer des Todes« dem Zerfall auf der Spur
von Hans Ulrich Glarner
Der Wagen war gerade an einem halb verfallenen Madonnenbild am Straßenrand vorbeigekommen, als der Kutscher mir durch einen gutturalen Laut zu verstehen gab, dass wir uns dem Ziel näherten. Ganz richtig: einige hundert Meter entfernt lugte der Giebel eines großen weißen Gebäudes hervor, das merkwürdig still und friedlich in der mörderischen Mittagssonne glänzte. Alles ist in diesen beiden Sätzen schon da: die Vergänglichkeit, illustriert am ramponierten Heiligenbild, die urtümlich-kehlige Erdverbundenheit der Eingeborenen, der erhabene Bau, das unbefleckte Weiß über den Wipfeln und über allem die Ruh. Aber es ist eine merkwürdige Stille. Das will Unheil verheißen. Und die sich subtil einschleichende Mulmigkeit wird kraft der mörderischen Mittagssonne schlagartig zur Gewissheit. Hier geht es um nichts weniger als um Leben und Tod. War das ein Sanatorium? Was für eine Frage, nachdem der literarische Code bereits geknackt ist, wird sofort klar: Das kann unmöglich Hans Castorp sein, der sich dem magischsten Ort aller Rehaklinik-Literatur nähert. Es ist ein namenloser junger Herr Doktor, der Schöpfer seiner selbst, der an lichtüberströmter, jedoch todgeschwängerter Hanglage erste literarische Gehversuche wagt. Nicht der »Zauberberg« also beschwert unser Reisegepäck, sondern ein belletristisches Leichtgewicht aus dem hohen Norden: J Dödens Väntrum - Im Wartezimmer des Todes (Stockholm 1930). Sechs Jahre nach dem Erscheinen von Thomas Manns monumentalem Tbc-Welttheater wagt es erneut einer, Sven Stolpe (1905-1996). Schließlich hat er in den Jahren 1927/28 einen Sanatoriums-Aufenthalt in der Deutschen Lungenheilanstalt Agra verbracht und dabei nicht nur den kranken rechten Lungenflügel kuriert, sondern auch den ersten persönlichen Kontakt mit dem lebendigen Christentum gefunden.
Lebenshunger Hors sol
So werden wir denn auf unserer Wanderung um die Collina d'Oro auf die Begleitung von Madame Chauchat verzichten müssen. Statt des russischen Originals begleitet uns ihre finnische Zweitausfertigung, Vellamo Toivonen. Immerhin mit dem Vorteil, dass der junge Herr Doktor schließlich doch erreicht, wovon Hans Castorp kaum zu träumen wagt. Es sei hier aber nicht zu viel versprochen: »Die verzweifelten Ausbrüche eines fast animalischen Lebenshungers«, so der Klappentext, locken bloß zwischen den Zeilen. Im Moment, als der tuberkulöse Liebhaber nächtens auf die Frauenabteilung schleicht und in Vellamos Zimmer dringt, fühlte er sein Herz schwellen und die Blutwogen kräftig durch die Adern pulsen. Er gewahrt eine Kerze auf dem Nachttisch, riecht ein schwaches Parfum und hört nur noch einen halberstickten Ruf, als ihn die Schwindsüchtige erkennt. Dann ist das Kapitel aus und das Leben der heißblütigen Finnin vertan. Nur wenige Seiten später erfährt man von einer feinen Rauchsäule, die aus dem Krematorium hinter den Büschen unterhalb des Sanatoriums in den tiefblauen Himmel steigt. Sven Stolpe meißelt dieses Bild in der Mitte seines Romanerstlings zum Wendepunkt. Er gesellt seinem Helden den mageren Theologen Siegfried Walter und die geläuterte Schöne Gisèle zur Seite und jagt ihn über die letzten 150 Seiten unerbittlich der Katharsis zu. Schließlich hat ein Ich-Erzähler zu überleben, und zwar als ein durch die Anfechtungen von Krankheit und Sünde gestählter, hoffnungsvoller Bannerträger eines nach sittlich verpflichtetem Gesetz geordneten Lebens. So wird es kaum überraschen, dass das Ableben Vellamos mit dem Schwinden des Lesevergnügens Hand in Hand geht.
Aber immerhin: Sven Stolpes nur noch antiquarisch greifbarem Roman haftet die Frische und Unbekümmertheit des Erstlingswerkes an, und es ist nicht gering zu schätzen, dass wir ihm hier im Sottoceneri eine Rundwanderung zu verdanken haben, die ihresgleichen sucht. Leicht gerät man ins Schwärmen ob der sich darbietenden Aussicht, wo »die Schöpfung alle Schönheiten einer südlichen Welt zusammengetragen hat«, wie ein ehemaliger Patient in einer Jubiläumsschrift der Heilstätte Agra bekennt. Wir lassen uns von Stolpes Metaphernreichtum anstecken und wählen den Friedhof von Agra als sinnigen Ausgangs- und Endpunkt der Wanderung und suchen nach Zeugen der Sanatoriumszeit. Vellamo? Gisèle? Liegen hier die Gebeine ihrer realen Vorbilder?
Braune Schatten auf der Lunge
Nach Chefarzt Lautensack alias Prof. Hanns Alexander (1881-1955) - und Gemahlin - braucht man zwischen den Adaminis, Vivianis oder Berettas nicht lange zu suchen. Die große Granitplatte ist Blickfang an vorteilhafter Lage. Alexander hatte sich nicht nur als Lungenspezialist, sondern auch als eifriger Nazi hervorgetan und dafür gesorgt, dass sich ab 1935 in Agra eine Ortsgruppe der NSDAP etablierte, dass das Sanatorium die Hakenkreuzfahne hisste und fortan in der Bibliothek ein Porträt des »Führers« prangte. Die »Deutsche Zeitung in der Schweiz« bringt Agra regelmäßig ins Spiel. So berichtet ein Leser in der Ausgabe vom 25. 10. 41, wie die Freude auf den Gesichtern der Patienten leuchtete, als sie beim Erntedankfest im Deutschen Haus erfahren durften, dass ihnen niemand »den Glauben an unseren Führer rauben« könne und »ein neues Europa auferstehen« werde. Einen Monat später, am 29. 11., ist in einer Laudatio zum 60. Geburtstag des Chefarztes zu lesen: »Professor Alexander ist in den langen Jahren seines Aufenthaltes in der Schweiz stets ein aufrechter Deutscher geblieben. Es war ihm eine Selbstverständlichkeit, dass er als überzeugter Nationalsozialist trotz der großen beruflichen Arbeitslast die Leitung der Ortsgruppe Agra übernahm.« Seine Überzeugung trieb er so weit, dass er lungenkranken Juden die Aufnahme ins Sanatorium verwehrte. Sein kugelrunder Schädel war wie blank poliert, seine Schnurrbartspitzen standen martialisch nach oben, und er konnte kein Wort sprechen, ohne dass es wie ein Kommando klang. Ende der 20er Jahre war die Klientel aber noch alles andere als homogen und politische Diskussionen scheinen die Ruhe der Liegehallen gestört zu haben: Der Romanheld liegt erstmals mitten unter den Patienten in der offenen Halle im Wald hinter dem Sanatorium. Ein kleiner hässlicher Student mit vergrämtem Gesicht - Stolpe macht jeweils schnell deutlich, wem seine Sympathie nicht gehört, und in diesem Fall gewinnt er die Sympathie des heutigen Lesers - erklärt, er sei Nationalsozialist; er schimpfte über die verdammten Franzosen und nannte die Versöhnungspolitik Stresemanns eine reine Schweinerei. Eine Diskussion entbrennt. Wahrlich, das waren noch nicht die Stimmen des Todes, aber auch nicht mehr des Lebens. Feucht glühten die Wangen, und die rauen Töne schlugen allzu leicht ins Falsett über, als dass man meinen konnte, man sei unter Gesunden.
Kurschattenspiele
Am 25. April 1933 wurde in den Gesellschaftsräumen des Sanatoriums womöglich ein letzter politischer Kontrapunkt gesetzt, als die 25-jährige Berlinerin Margarethe Steffin, Mitglied der KPD, nach abgeschlossener Behandlung zu ihrem Abschied eine literarische Soirée gab. Sie trat mit ihrer Ziehharmonika auf und sang Texte unter anderem von Erich Kästner und Bertolt Brecht, deren Bücher wenig später auf den Scheiterhaufen der Nazis in Deutschland brennen sollten. Brecht war in jenem Frühjahr häufig in Agra zu Besuch. Er liebte die Wege um die Collina d'Oro, auf denen er sich mit Margarethe unbeobachtet ergehen konnte, dieweil Ehefrau Helene Weigel mit den zwei kleinen Kindern von Wien aus die Emigration vorbereitete und laut über Scheidung nachdachte. Liebessonette gingen zwischen Carona, wo Brecht bei den Kläbers logierte (' LiteraTour 14), und Agra hin und her. In einem Gedichtentwurf an Margarethe formulierte Brecht: »Ach, dass sie schön, ehrt sie, und dass sie jung, ehrt mich.« Die Reimworte ließ »Bidi«, wie sie ihn gerne nannte, auch mal weg, weil sie »sehr schlimm« seien. Und weil es in Agra schließlich nicht an Zeit zum Knobeln fehlte.
Der Niedergang des Deutschen Hauses in Agra war nach dem Krieg nicht mehr aufzuhalten. Der Sturz des braunen Chefarztes erschütterte den Ruf der Klinik, und der Siegeszug der Antibiotika trug das seine dazu bei, dass sich die Reihen der besetzten Liegestühle in den glycinienumrankten Hallen mehr und mehr lichteten.
Doch bis es so weit war, mussten noch einige ihr Leben in Agra lassen. Auf dem Friedhof sind Namen und Lebensdaten der hier beigesetzten »Minderbemittelten des gebildeten Mittelstandes« - für die das Sanatorium 1914 als Ableger der Deutschen Heilstätte Davos gegründet worden war - unter wucherndem Efeu nur noch schwer zu entziffern. Noch findet man rund zwei Dutzend Braun, Kraus, Meyer oder Albers. Die Schenkel der Holzkreuze sind angefault, die Schrift ist verblasst oder lückenhaft. Beim Grab Nr. 3 hielt einzig der Buchstabe I der Witterung stand. Sieben identische Lettern sind über die Grabplatte verstreut. Nur an einem Grab ist das Efeu sorgfältig gestutzt: Bogdana Lambi Wladkowa, stud. phil an der Universität München, 1905-1928. Die trauernden Eltern widmen ihr ein kunstvoll behauenes Marmorgrabmal mit dem emaillierten Bild einer jungen, schönen Frau. - 1928. Etwa doch Gisèle? Dann sah ich verwirrt auf und konnte den unendlich freundlichen Ausdruck ihres blassen Gesichts erkennen, das nicht lächelte, doch in wehmütiger Teilnahme gleichsam erstrahlte. (...) Aus dem Meeresschaum geboren, denke ich. Vom Spiel der Wellen geschaffen.
Keine Haftung abseits markierter Wege Durchs Dorf, leicht talwärts geneigt, führt der Weg vorbei am Café Ristorante »San Gottardo«, wo Erich Kästner während seines Sanatoriumsaufenthaltes Anfang der 60er Jahre täglich seinen Spaziergang für eine halbe Stunde unterbrach. Von Agra aus sandte auch er Briefe und Geld an seine Angehörigen. Heute ist's wieder sonnig. 25o auf der Loggia. Drei Tage war's hässlich. Das genügte dem Arche-Verlag, daraus ein Bändchen zu machen.
Jetzt kann es nicht mehr weit sein, das weltberühmte Sanatorium, schön und einladend wie ein vornehmes Hotel. Breite Weinterrassen lagen zu seinen Füßen, und dahinter stand dicht der Wald. Das ganze Haus schimmerte weiß in der Sonne mit Ausnahme der Balkone und Balustraden, die aus grauem Granit gemeißelt waren.
Eine große Informationstafel erhöht die Spannung: Palazzo Fondazione Centro Agra. 150 Jahre Sitz einer Tessiner Patrizierfamilie. Zentrum für Begegnung, Bildung und Erholung. Von moribunden Insassen, Pneumothorax, Tuberkel oder Streptomycin ist nicht mehr die Rede, sondern von aktiven Senioren, Töpfern, Meditationswochen oder Wollefärben. 70 Betten und ein Veranstaltungssaal stehen im ehemaligen Kinderheim, einer Gründung von Hanns Alexander, von Frühling bis Herbst zur Verfügung. Die Wanderer werden dazu angehalten, auf dem privaten Gelände den Weg nicht zu verlassen, »Eltern haften für ihre Kinder«. Die Gefahr lauert noch immer an diesem so paradiesisch scheinenden Ort. Mutig machen wir uns auf den Weg. Und schon lugt der Giebel hinter den Wipfeln hervor. Doch das strahlende Weiß ist einem stumpfen Ocker gewichen. Die Silhouette ist ausgefranst, Dachtraufen ragen seitlich in die Tiefe, ein marodes Balkenwerk wird sichtbar, zerfetzte Blachen eines Notdaches hängen schlaff in der Mittagssonne. Näher kommend, öffnet sich der Blick immer weiter auf eine Ruine gigantischen Ausmaßes. Bei der Einbiegung zur ehemaligen Vorfahrt versperrt eine mehrfach durchbrochene Bauabschrankung den Zugang. Würden wir rechtswidrig durch den Zaun schlüpfen, magisch angezogen vom literarischen Schauplatz und von medizinhistorischen Fährten, dann würden wir uns unvermittelt Stolpes beklemmender Botschaft von der Vergänglichkeit alles Irdischen hingeben, wie sie schon den kranken Romanhelden trotz schimmernder Fassade bei der Ankunft überfiel. Ich stieg aus dem Wagen und betrat vorsichtig die schweigende Halle. Wir würden es ihm gleichtun und durch die zerborstenen Flügel des Hauptportals eintreten. Still, aber nicht merkwürdig still, sondern unheimlich still. Tastenden Schrittes würden wir uns durch die Gesellschaftsräume zur Rechten bewegen, zwischen Stucktrümmern hindurch. Eine geländerlose Treppe würde uns immer höher hinauf in das labyrinthische Gebäude führen, vorbei an graffitibedeckten Wänden. »Kids Wanna Rock«, »La morte vive« steht auf schimmliger Wand über einer zerborstenen Badewanne. Das heftige Gewitter der letzten Nacht hat im obersten Geschoss einzelne Zimmer knöcheltief mit Wasser gefüllt. Unablässiges Tropfen überall, Rinnsale, die sich in den unteren Stockwerken verlieren. Sprießendes Grün da und dort. Rückeroberung. Und von den gedeckten Hallen aus der Blick auf die Landschaft. Kaum konnte ich einen Ruf der Überraschung und des Entzückens unterdrücken. Tief unten zu meinen Füßen lag wunderbar blau der Luganer See mit seinen weißen Häusern an den Ufern der italienischen Seite und den bewaldeten Höhen, die sich in dem vollkommen ruhigen Wasser spiegelten. »Love«, gesprayt an die Wand eines nach Süden gerichteten Zimmers. Ich sah schon an der Tür, wie weiß ihre Brust aus der Halsöffnung ihres Nachthemds hervorleuchtete, und trat schnell näher (...) und ich fühlte, wie mir der Duft von Weiblichkeit und Puder entgegenwehte, den ich so lange entbehrt hatte.
Und wir würden in den ehemaligen Operationsräumen, wo Lautensack ohne Narkose die Nadel in den Brustkorb bohrte, um den Pneu zu setzen, vollends von der Vergangenheit eingeholt und ein hingeschmiertes Hakenkreuz mit »Sieg Heil« vorfinden.
Der Blick zurück
Doch weil wir keinen Hausfriedensbruch riskieren und unsere Kinder nicht der Gefahr einer einstürzenden Ruine aussetzen wollen, bleiben wir dem Gestalt gewordenen Wartezimmer des Todes selbstverständlich fern und halten uns strikt an den markierten Rundweg. Die terrassierte Parkanlage lässt sich vielerorts noch ablesen. Überwucherte Schattengänge, jahrzehntelang gestutzte Bäume, die seit dreißig Jahren ungehindert ausschlagen dürfen, die Reste einer Pergola. Hier ein Trampelpfad, der zu einem Hintereingang führen muss. Wie seine Kameraden arbeitete er in der Hitze bloß in kurzen Hosen und war von der Sonne schwarzbraun gebrannt. Er kam einmal mit einem Korb Obst, das ich bestellt hatte, in mein Zimmer, und seine katzenhafte Geschmeidigkeit faszinierte mich. (...) Er bewegte sich auf bloßen Füßen geschmeidig und laut-los - ein junges, königlich schönes Tier, unbekümmert und von triebhaftem Leben erfüllt ... Genau hier muss er durchgegangen sein, Giacomo, der Gärtnerbursche. Die Behausung für Todeskandidaten im Rücken, geht der Weg über sanft abfallendes Gelände bis hin an die steile, dicht bewaldete Bergflanke. Doch seltsam: Der Blick wandert immer wieder zurück, fasziniert vom Anblick des rasanten Niedergangs, den man hier auf teurem Tessiner Boden stattfinden lässt. Und leicht beklommen angesichts des Tempos, mit dem sich der Zerfall vollzieht. Und man schaut noch einmal aus der Ferne hinüber, um sich zu vergewissern, dass da nicht eben jemand im zweiten Stock des Westflügels am Fenster gestanden ist. Nein, es muss eine optische Täuschung im flirrenden Mittagslicht gewesen sein.
Statt einer Rückkehr auf dem direkten Weg über Montagnola würde bei einem Abstieg hinunter nach Carabietta der Spaziergang zur Wanderung anwachsen. Immer wieder taucht das blaue Wasser des Sees zwischen den Stämmen auf. Wir denken nicht darüber nach, wie wir zurückkommen werden, sondern laufen unbekümmert, fast springend den Hang hinab (...) Zum ersten Male bin ich bis zum See hinuntergekommen, und plötzlich sehne ich mich nach meinem Boot und den Stockholmer Schären. Das Ende des Romans rückt nach dieser Aussage in greifbare Nähe. Keine 30 Seiten später rast der Zug nach Norden (...) Jetzt erfasst zwar das Auge dasselbe märchenhafte Panorama, aber ich selbst bin ein anderer geworden. Wir sind es nicht, zumindest nach der bloßen Lektüre nicht. Aber die Erinnerung an den Anblick des Sanatoriums Agra, vielmehr dessen, was von diesem übrig geblieben ist, lässt sich nicht mehr tilgen. Wie eine Folie legt sich das ausgeweidete, monströse Bauwerk über Stolpes Roman. Und wie unter dem Binokular quellen die eben noch blutarmen Figuren plötzlich dreidimensional auf und heben an zum grotesken Totentanz.
Literatur
- Sven Stolpe: Im Wartezimmer des Todes, Verlag Josef Knecht: Frankfurt a. M. 1959 (schwedische Originalausgabe Stockholm 1930)
- Erich Kästner: Briefe an die Doppelschätze, Arche: Zürich 1977
- Hans Kades: San Salvatore. Ein Ärzteroman, K. Desch: München 1946
- Thomas Mann: Der Zauberberg, S. Fischer Verlag: Berlin 1924
- Werner Wüthrich: Bertolt Brecht und die Schweiz, Chronos Verlag: Zürich 2003


