PDFDruckenE-Mail

Veltliner Fussreisen

Für Rückmeldungen, Korrekturen und Hinweise aller Art sind wir Ihnen dankbar. Bitte schicken Sie alle festgestellten Veränderungen an:
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können.
Oder benützen Sie unser Forum
Herzlichen Dank!


Aktualisierungen zur 4. Auflage

Rucksackletzte Aktualisierung: November 2011


4. Auflage

Bei der Wanderweb-Neugestaltung haben wir die Aktualisierungen zu den ersten drei Auflagen der »Veltliner Fußreisen« gestrichen, weil die einmal aktuellen Informationen in vielen Fällen inzwischen veraltet und mitunter irreführend waren. Auf Wunsch schicken wir die früheren Aktualisierungen im Format PDF zu.

Im folgenden sind nur Aktualisierungen gegenüber der 4. Auflage aufgeführt.

Val Livigno, Val Malenco, Val San Giacomo

Der frühere Bündner Denkmalpfleger Diego Giovanoli, der aus Soglio stammt und heute in Malans lebt, hat 2009 ein Opus Magnum vorgelegt: ein Hausinventar, das ein halbes Jahrtausend abdeckt und neben den italienischsprachigen Bündner Tälern (Puschlav, Bergell, Misox, Calanca) auch drei lombardische Talschaften (Val Livigno, Val Malenco und Val San Giacomo, heute auch Valle Spluga genannt) umfasst. Sie bauten Häuser, nennt Giovanoli sein Buch lapidar: »Facevano case. 1450–1950«. Das bau- und siedlungsgeschichtliche Werk ist u.a. in Churer Buchhandlungen und in der Ciäsa Granda in Stampa erhältlich.

I Geositi della Provincia di Sondrio

Eine neue Publikation präsentiert anschaulich spezielle natur- und kulturgeschichtliche Landschaften in der Provinz Sondrio, darunter rund ein Dutzend, an denen die »Veltliner Fußreisen« vorbeiführen: Download.

S. 16, Anreise nach Bormio

Dank der neuen Postautoverbindung von Zernez nach Livigno ergibt sich, so man Glück mit den Anschlüssen hat, eine schnellere Anreise zum Beispiel von Zürich nach Bormio: mit der Bahn bis Zernez, mit dem Schweizer Postauto nach Livigno (eingeben bei www.sbb.ch) und mit dem italienischen Bus weiter nach Bormio (Linie A72, siehe Fahrplan Regione Lombardia)

S. 20, Hotellisten und Fahrplan

Das »Annuario degli alberghi« der Provinz Sondrio findet man neu bequem im Internet: turismo.provincia.so.it > Annuario degli alberghi > gewünschten Ort wählen. An gleicher Stelle findet man ein praktisches Gesamtverzeichnis aller Bed & Breakfast der Provinz.

Die Fahrpläne des ÖV in der Lombardei findet man unter einer neuen Adresse.

S. 56, neues Agriturismo in Ardenno

Keine fünf Minuten von der Hängebrücke liegt das sympathische Agriturismo „Le Case dei Baff" (Via Mulini 19, Tel./Fax 0342 661045). Wegbeschreibung, vom Hotel Culmine aus: Via Calchera (Alimentari linker Hand), die Straße macht eine leichte Linkskurve, nach dem Stopp in gleicher Richtung weiter, bis zum Ende der Via Repubblica. (Feedback von Wandernden)

S. 70, gleich weiter auf den Domplatz von Mailand

Von Colico kann man nicht nur auf dem Sentiero Viandante weiter bis vor Lecco wandern, sondern in fünfeinhalb Tagen von Colico via Lecco bis nach Mailand. Die detaillierte Wegbeschreibung ab Colico findet sich in unseren »Auswanderungen« im Kapitel »We slipped down to Milan«. Wer im Winter unterwegs ist, nimmt von Colico nach Lecco am besten den Zug. Die verbleibenden drei Tage Lecco-Milano (entlang der Adda und des Martesana-Kanals) kann man zu jeder Jahreszeit machen, aussergewöhnliche Schneefälle vorbehalten.

Seite 89, Hotels Chiavenna

Das San Lorenzo (ex Elvezia) ist nun offen, siehe www.sanlorenzochiavenna.it

S. 101-109, Mezzoldo-Morbegno

Nichts weniger als die Route Bergamo–Morbegno–Chiavenna–Splügen–Chur stellt ein 2008 erschienener zweisprachiger Führer vor: »Von Bergamo nach Chur. Auf historischen Strassen. Da Bergamo a Coira. Lungo le vie storiche.« Zu finden ist die Publikation u.a. in den Buchhandlungen von Chiavenna (18 Euro) oder im Buachlada Kunfermann in Thusis (28 Fr.): Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können. , Tel. 081 651 34 20. Siehe auch www.viapriulaegrigioni.it

.Das attraktiv bebilderte Buch vermittelt viel kulturhistorischen Hintergrund. Die wandertechnischen Infos finden auf zwei Seiten Platz. Abgesehen vom Auftakt bis Mezzoldo ist die ganze Route in unseren »Veltliner Fußreisen« (Etappen 7, 8, 35, 36, 37) und den »Auswanderungen« (Etappen 6C, 6B und 6A) detailliert beschrieben

S. 101–109, Flucht über den San Marco nach Morbegno

»Regina Zimet – die Anne Frank des Veltlins« (erschienen 2007 im Desertina-Verlag Chur) schildert die Flucht einer jüdischen Familie im Jahr 1943 über den winterlichen San-Marco-Pass nach Morbegno und ihren heimlichen Aufenthalt im Veltlin, aufgeschrieben von der damals 13-jährigen Regina.

Der Titel ist gottlob ein bisschen irreführend (die Veltliner Anne Frank wird in Israel alt werden). Es ist die Geschichte der jüdischen Familie Zimet, die vor dem Zweiten Weltkrieg von Leipzig nach Mailand auswandert, in die Gegend von Bergamo kommt und 1943, als auch in Italien die Endlösung zum Thema wird, über den verschneiten Passo di San Marco das Veltlin und die Schweiz zu erreichen versucht. In Morbegno strandet die Familie. Und findet bei der Familie Della Nave in San Bello oberhalb der Ponte Ganda, am Hang gegenüber Morbegno, Unterschlupf. Aus dem kurzen Provisorium werden 16 Monate. Die dreiköpfige Familie Zimet überlebt und reist nach Kriegsende nach Israel (damals noch Palästina) aus.

Das Schulmädchen Regina Zimet hat die Flucht und das klandestine Leben im kleinen Weiler in einem Tagebuch festgehalten. 1989 hat sie dem ehemaligen Leiter der Bibliothek Morbegno ein Exemplar ihrer hebräischen Autobiographie geschenkt, der sie ein paar Jahre später mit dem schönen Titel »Al di là del ponte« veröffentlichte. Dem Bündner Lehrer Marco Frigg kam das schmale Bändchen in den Ferien in die Hände. Die Geschichte ließ ihn nicht mehr los. Er ist der mutigen Bauernfamilie Della Nave nachgegangen und hat die Geschichte der Regina Zimet deutsch herausgebracht. Im Sommer 2009 widmete das Heimatmuseum Splügen der Familiensaga aus dem benachbarten Veltlin eine Ausstellung, ein Theaterstück ist geplant – und die glückliche Geschichte der Veltliner Anne Frank liegt bereits in zweiter Auflage in den Buchhandlungen.

Alles zum Thema findet man hier.

S. 137, »Posta« in Sondrio

Das ****Grand Hotel della Posta (so der neue Name) in Sondrio ist nach einem Umbau wieder offen, mit deutlich stolzeren Preisen: DZF 160–260 Euro. Siehe www.grandhoteldellaposta.eu

S. 147 und 203, Le Prese

Kraftwerke Brusio (heute Repower), dann Aldo Triacca, dann eine Tochterfirma der italienischen Banca Intesa San Paolo, dann drei Jahre geschlossen – und nun, im Frühjahr 2011, die gute Nachricht: Neue Besitzerin ist Irma Sarasin-Imfeld aus der Basler Bankier-Familie. Sie will die Liegenschaft in die Stiftung Alfred-und-Irma-Sarasin einbringen, das Hotel restaurieren und im Frühjahr 2013 in neuem Glanz eröffnen. Mit im Stiftungsrat sitzt FDP-Grossrat Karl Heiz, der das Hotel 1995 als Brusio-Direktor verkauft hatte.

S. 150, Von Viano auf der Via Valtellina nach Tirano

In den »Veltliner Fußreisen« schlagen wir für den Abgang nach Tirano die Route des Sentiero Italia vor. Markanter ausgeschildert ist inzwischen die Via Valtellina – von Viano zum ehemaligen schweizerischen Zollposten und dann via Roncaiolo (Osteria) in die Altstadt von Tirano. Eine genauere Beschreibung erübrigt sich, die (schweizerischen) Via-Valtellina-Wegweiser sind nicht zu übersehen.

S. 155, Tirano

Am Schalter im RhB-Bahnhof kann Gepäck eingestellt werden (5 Fr.).

Wenn der Schalter im FS-Bahnhof geschlossen ist, können Fahrscheine für die italienischen Züge in der Bar Stazione nebenan gekauft werden.

Der Bahnhofplatz ist seit dem Frühjahr 2010 neu gestaltet, der Busbahnhof (auch für das Postauto nach Poschiavo) liegt neu hinter den Geleisen an der Via Calcagno (durch die Unterführung gehen).

An der gleichen Straße liegt die Pension Al Giardino mit günstigen Zimmern (DZF 58 Euro), Tel. 0342 701723.

Die Telefonnummer des Albergo *Gusmeroli lautet 0342 701338, jene des Albergo **Altavilla neu 0342 704009.

S. 159, Abendspaziergang zur Santa Perpetua

Wenige Schritte unterhalb der Kirche führt ein kleiner Fußweg durch die Reben direkt zu einer neuen Fußgängerbrücke hinunter und zur Madonna di Tirano. Damit entfällt der von uns beschriebene Umweg über Ragna. – Man kann natürlich auf dem gleichen Weg auch zur Santa Perpetua aufsteigen.

S. 175, Bormio

Im Hotelverzeichnis 2009 ist das **San Vitale nicht mehr aufgeführt.

S. 182 und 190; neues Rifugio Federico in Dosdé

Ein schönes Geschenk für die Weitwandernden auf unserer Route Bormio–Lago di Mezzola ist das neue Rifugio Federico in Dosdé auf der Alpe Dosdé (2129 m). Damit entfällt der Abstecher zum höher gelegenen Rifugio Viola. Die Etappe 15 verkürzt sich um eine Stunde, die Etappe 16 um drei Viertelstunden. Die neue, 2007 eröffnete Unterkunft wurde vom CAI Bormio initiiert, ist vom 20. Juni bis 20. September offen und verfügt über gut zwei Dutzend Plätze. Tel. 340 4680054 und 347 9021545, www.rifugiofederico.it (Feedback von Wandernden).

S. 221, Rifugio Alpe Granda

Das angenehme Rifugio, das nach wie vor von der Familie Poletti geführt wird, hat nun eine eigene Website: www.rifugioalpegranda.it

S. 222, Bär im Veltlin (Rhätische Alpen)

Im April 2010 wurden auf 1200 m oberhalb des Dorfs Mello (siehe S. 66) Tatzenabdrucke eines Bären fotografiert. Sie stammen möglicherweise vom gleichen Bären, der letztes Jahr im Val Masino (im Gebiet unserer Etappe 20) aufgefallen ist. DNA-Spuren konnten noch nicht sichergestellt werden, man kennt also die Abstammung des Tiers noch nicht.

S. 230ff., Codera

Auf unserer Route (also von oben) erreicht man Codera heute auf einer Fahrpiste, in der Regel ohne jeden Verkehr.

Das Rifugio Osteria Locanda ist wieder ganzjährig geöffnet, in der Sommersaison auch das Rifugio Alpina. Beide werden von den Amici Val Codera betreut und sind über die gleichen Telefonnummern erreichbar: 0343 62037 oder 338 1865169. HP im Matratzenlager in der Osteria Locanda 42 Euro.

S. 238–241, Codera–Verceia

Präzisierungen zur Tracciolino-Strecke:
- Beim Punkt, wo man auf den Tracciolino stößt, kann man heute nur noch wenige Minuten taleinwärts (nicht unsere Richtung) gehen, weshalb das Trassee heute von Bikern kaum mehr benützt wird.
- Die Routenskizze im Buch zeigt die Variante via San Giorgio. Nach einer Viertelstunde auf dem Tracciolino stößt man auf den Weg San Giorgio-Cola. Hier steigt man zum Weiler San Giorgio ab und anschließend wieder zum Tracciolino hinauf.
- Man kann aber auch auf dem Tracciolino bleiben, was etwas kürzer ist. Die von uns noch als heikel bezeichnete Stelle zuhinterst im Val Revelas ist wieder problemlos zu begehen.
- Abstieg vom Tracciolino nach Verceia: stets den Wegweisern A2 beziehungsweise »Mulattiera Frasnedo« folgen (die paar Meter nach Querung der Straße jeweils etwas steil). So stößt man am oberen Dorfrand von Verceia auf die Kreuzung Via Serto/Via San Francesco. Halbrechts (San Francesco) geht es zum Bahnhof, nach links (etwas ansteigend und dann über den Bach) direkt zum Albergo ***Saligari und die Via Serto hinunter zum Al Sert: eine Dorfbeiz mit Spielsalon, ein gutes Restaurant (Eselbraten und weitere Leckereien, attraktive Weine), dazu unter dem gleichen Dach ein günstiges, einfaches Bed & Breakfast. – Das Hotel Barcaccia am See hat den Betrieb eingestellt.

S. 246, Übernachten auf dem Stilfser Joch

Das Rifugio Garibaldi auf der Dreisprachenspitze wurde 2010 renoviert; es hat nun neben dem Lager auch Zimmer.
Ein paar Fußminuten vom Stilfser Joch liegt das Berghaus Tibet, das ebenfalls Lager und Zimmer anbietet – und eine gute Küche. Gebaut wurde das Haus mit der eigenwilligen Architektur 1961, als das (heute vor sich hin dümpelnde) Sommerskigebiet am Stelvio eröffnet wurde.

S. 249ff, Erster Weltkrieg

Die Homepage des Vereins Stelvio-Umbrail 14/18, der in der Gegend Themenwege und Infotafeln unterhält, findet man neu unter www.stelvio-umbrail.ch.

S. 277, La frana di Val Pola

Herausgegeben von der Tipografia Menghini in Poschiavo und von Pro Grigioni Italiano Valposchiavo ist ein reich illustrierter, zweisprachiger Erinnerungsband erschienen: »Valposchiavo-Valtellina. 1987-2007. L'alluvione senza confini. Hochwasser ohne Grenzen. Bestellungen: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können.

S. 288, Mortirolo: Tunnelträume noch immer nicht ausgeträumt

In der »Engadiner Post« vom 5.8.2010 lesen wir, dass spätestens 2012 »abschließend entschieden sein soll, ob sich der seit 80 Jahren diskutierte Tunnel von Tirano nach Edolo realisieren lässt oder ob das Projekt ad acta gelegt wird«. Zur Diskussion steht nur noch ein Bahntunnel mit Autoverlad.

S. 362, Museo della Via Spluga

In Campodolcino gibt es das Museo della Via Spluga, das ausser an Montag von 10-12 Uhr geöffnet ist.